So soll Dortmunds erstes Öko-Bürohaus von innen aussehen

dzBüroprojekt

Das Bauschild steht, das Baufeld ist schon abgesteckt. Und auch die Ideen für das Innenleben des Öko-Bürohauses an der B1 reifen - entwickelt von Dortmunder FH-Studierenden.

Dortmund

, 17.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Ganz der Natur verschrieben hat sich das Büroprojekt „Icon“, das direkt gegenüber der Westfalenhalle an der B1 entstehen soll. „Cradle to cradle“ - frei übersetzt „von Wiege zu Wiege“ - lautet das Bauprinzip, das auf Recycling, regenerative Energien und natürliche Baustoffe setzt.

So soll Dortmunds erstes Öko-Bürohaus von innen aussehen

Natur spielt eine große Rolle beim Bauprojekt "Icon" an der B1. Dazu gehört auch die Gestaltung der Fassade mit viel Grün. © William McDonough+Partners

Sichtbar wird das nicht nur durch die geplante grüne Fassade, sondern auch beim Innenleben des Gebäudes. Vor allem das große Atrium im Zentrum des Bürohauses soll zu einer grünen Oase werden.

Wettbewerb für Design-Studenten

Wie man dieses Vorhaben umsetzen kann, dazu hat sich der niederländische Entwickler Delta Development jetzt Anregung aus der Nachbarschaft geholt - bei den Studierenden des Fachbereichs Design der Fachhochschule Dortmund (FH), deren Gebäude nur knapp 100 Meter entfernt vom „Icon“-Bauplatz an der B1 liegt. In einem Wettbewerb haben sie Entwürfe für die Gestaltung des Atriums geliefert.

Am Ende fiel die Wahl der Jury auf ein Konzept, das die Idee der grünen Oase wörtlich genommen hat. Denn Lisa Fischer, Simon Fischer und Felix Lindbeck haben in der Tat Oasen in Form von grünen Inseln mit Sitzgelegenheiten entwickelt, die im Lichthof des Bürohauses platziert werden. Neben Grün spielt dabei der Baustoff Holz eine zentrale Rolle.

Eine Landschaft im Innern

Um die Einbauten zu platzieren, haben die drei Studierenden sogar die potenziellen Laufwege der Büronutzer analysiert. Lisa Fischer erklärt den Entwurf als eine Art „Indoor-Landschaftsarchitektur“.

„Wir haben direkt an der vielbefahrenen B1 einen Park ins Innere des Gebäudes geholt und versuchen so, eine möglichst natürliche Atmosphäre zu schaffen“, sagt die 26-Jährige. Das Design passe gut zum „Cradle-to-cradle-Prinzip“, ergänzt Simon Fischer (27). Und die größte „Insel“ kann sogar als Bühne für Veranstaltungen genutzt werden.

Ob und wie ihr Entwurf beim Bau des „Icon“ umgesetzt wird, ist noch offen. Möglicherweise können auch Teile davon gemischt mit Ideen aus anderen Entwürfen realisiert werden, deutet Julian Hotze, Projektmanager bei Delta Development an. Platz 2 im Wettbewerb der FH-Studierenden hat Fee Sternkopf, den dritten Platz die Gemeinschaftsarbeit Hellen Steinacker, Lara König und Irina Goor belegt.

Baubeginn bis Jahresende geplant

Bis es soweit ist, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Man spreche zurzeit mit verschiedenen Mietinteressenten, berichtet Delta Development-Geschäftsführer Edwin Meijerink. Die Baugenehmigung liegt schon vor. Wenn die ersten Verträge unterschrieben sind, soll möglichst bis Ende des Jahres der erste Spatenstich für den Neubau an der B1 gesetzt werden. 2022 könnte das „Icon“ dann bezogen werden - und die grüne Oase im Atrium aufblühen.

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