Dieser neue Kalender zeigt detailreiche Fotos aus vergangenen Zeiten

dzHörde historisch

Der Hörder Heimatverein hat seinen neuen Kalender mit historischen Fotos vorgestellt. Welche Orte gibt es darin zu sehen?

von Marc Dominic Wernicke

Hörde

, 02.10.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer sich die schönsten Bilder des alten Hördes am liebsten an die Wand hängen möchte, kann in der Buchhandlung „Transfer“ im Zentrum fündig werden: Der Hörder Heimatverein stellte hier am Dienstag (1. Oktober) seinen neuen Kalender mit historischen Stadtansichten für das Jahr 2020 vor.

„Im siebten Jahr wird es inzwischen schwierig, immer wieder neue Bilder zu präsentieren, aber vor Kurzem haben wir nun doch wieder einige Fotos erhalten“, freut sich der Vereinsvorsitzende Willi Garth.

Digitalisierung bringt viele Details zutage

Der neue Kalender zeigt auf seinem Deckblatt und den einzelnen Monatsseiten insgesamt 13 spektakuläre Fotoaufnahmen von der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre. Dank der digitalen Aufbereitung durch die „Kalendermanufaktur“ in Verden lädt jedes der Bilder zur Suche nach Details ein.

Dieser neue Kalender zeigt detailreiche Fotos aus vergangenen Zeiten

So sah die Hörder Burg 1927 aus. © (Repro) Marc D. Wernicke

So gibt es hier eine eindrucksvolle Ansicht der Hörder Burg aus dem Jahr 1927. „Zu jener Zeit diente die Burg als Verwaltungsgebäude der Phoenix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb“, so Willi Garth.

Neben dem bekannten Burgturm, dessen Bausubstanz selbst heute noch Teile aus dem 12. Jahrhundert enthält, stand damals ein prächtiger Anbau mit dem Firmenschriftzug und einem imposanten Eingangsportal. Während des Zweiten Weltkriegs wurde dieses Gebäude teilweise zerstört und danach in einfacherer Form wieder aufgebaut. Heute befindet sich hier das Museum des Hörder Heimatvereins.

Straßenansichten und bekannte Bauwerke

Besonders stolz ist Willi Garth in der neuesten Ausgabe des Kalenders auf eine Ansicht der Lindenallee im Rombergpark von 1930. „Die Kalendermanufaktur hat dieses Bild von einem ganz kleinen Foto digitalisiert und Details sichtbar gemacht, die man im Original kaum erkennt“, so der Heimatforscher. „Manch ein Hombrucher würde ja nun sagen, dass der Rombergpark zu ihnen gehört. Dabei hat Hombruch bis zur Eingemeindung in die Stadt Dortmund 1928 zu Hörde gehört“, merkt Garth ironisch an.

Dieser neue Kalender zeigt detailreiche Fotos aus vergangenen Zeiten

Selbst dieses kleine Foto offenbart im Kalenderformat bemerkenswert viele Details. © Marc D. Wernicke

Weitere Aufnahmen zeigen verschiedene Stadtansichten, wie etwa die Benninghofer Straße im frühen 20. Jahrhundert von der Brücke mit Blick in Richtung Süden. Der Hörder Heinrich Micke betrieb dort ein Geschäft mit vielfältigen Angeboten: „Sarg-Lager, Tankstelle, Fahrräder“ ist an der Fassade zu lesen. Andere Bilder zeigen die Hermannshütte, das Hörder Zentrum von oben oder Umzüge zu festlichen Anlässen.

Hier gibt es den Kalender

Wer nun selbst einen Blick auf die 13 Aufnahmen aus der Hörder Vergangenheit werfen will, findet die Buchhandlung „Transfer“ im Zentrum an der Schlanken Mathilde (Hausnummer 3). Der neue Heimatkalender ist dort zu einem Preis von 22 Euro erhältlich.

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