Dieser Dortmunder hat einen Abi-Schnitt von 0,7

Überflieger-Absolvent

Auf dem Abitur-Zeugnis steht eine 1,0. Eine bessere Note gibt es ausgeschrieben nicht. Richard Ulrich ist der beste Schüler des Abschlussjahrgangs der Rudolf-Steiner-Schule. Sein Notendurchschnitt: 0,7. Wir haben mit dem Dortmunder gesprochen.

DORTMUND

, 05.07.2016, 04:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieser Dortmunder hat einen Abi-Schnitt von 0,7

Richard Ulrich ist mit einem Abi-Durchschnitt von rechnerisch 0,7 - 878 von 900 möglichen Punkten - Jahrgangsbester.

Du hast einen Notendurchschnitt von 0,7. Wie fühlt man sich mit so einer Leistung?

Schon auch stolz, aber gemäßigt. Es ja nichts mit Hochintelligenz zu tun, sondern mit kalkulierter Vorbereitung verbunden mit dem nötigen Ehrgeiz.

Welche sind deine besten Fächer?

Deutsch, Russisch und Mathe. Die flogen mir irgendwie so zu.

Gibt es auch Fächer, die dir nicht so gut lagen?

Die praktischen Fächer. Auch wenn Theater, Tischlern und Eurhythmie einen guten Ausgleich geschaffen haben, gehörten diese Kurse nicht so zu meinen Stärken.

Bist du jetzt froh, dass es mit der Schule erst einmal vorbei ist?

Ich freue mich schon, meine Biografie jetzt selbst weiter gestalten zu können. Allerdings fehlt dem Alltag zunächst die Struktur und Stabilität.

Was kommt jetzt als nächstes?

Erstmal habe ich frei. Im September geht es dann für ein halbes Jahr in die Ukraine. Dort werde ich im Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes an einem Gymnasium im Deutschunterricht assistieren.

Wie bist du auf die Ukraine gekommen?

Wir haben an der Rudolf-Steiner-Schule seit der ersten Klasse Russisch-Unterricht. Vor drei Jahren war ich mal bei einem Schüleraustausch dort. Ich habe ein Faible für slawische Länder und wollte dahin, wo man russisch spricht.

Und ein Studium, kommt das auch in Frage?

Auf jeden Fall. Aber dafür gibt es noch keine konkreten Pläne. Vielleicht Politik, Geschichte oder auch Slawistik. Das lasse ich dann mal noch auf mich zukommen.

 

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