Tempo 30 auf der Ruhrallee statt Dieselfahrverbot

Kampf gegen Schadstoffe

In Dortmund wird es kein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge geben. Die Stadt hat sich mit der Deutschen Umwelthilfe vor Gericht auf alternative Maßnahmen geeinigt. Erste Details sind bekannt.

Dortmund

, 22.01.2020, 09:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tempo 30 auf der Ruhrallee statt Dieselfahrverbot

Auf der Brackeler Straße nahe Borsigplatz soll eine Umweltspur für Busse und E-Fahrzeuge eingerichtet werden. © digital

Essen hat es vorgemacht: Für die Stadt im Zentrum des Ruhrgebiets gab es bereits Ende November Vergleichsverhandlungen mit der Deutschen Umwelthilfe vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster. Die Umwelthilfe hatte zuvor ein gutes Dutzend Städte und das Land wegen Überschreitung der Luftschadstoffwerte verklagt.

Während die Umweltorganisation damit für Aachen und Köln tatsächlich Dieselfahrverbote für bestimmte Straßen erreichte, verständigte man sich mit Land und zahlreichen anderen Städten auf Vergleichstermine, um eine gütliche Einigung zu finden.

Mit der Stadt Essen enigte man sich so Ende November bereits auf ein Maßnahmenpaket zur Reduzierung der Luftschadstoffe.

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Und das ist jetzt beim Vergleichstermin vor dem OVG Münster am 14. Januar

auch für die Stadt Dortmund gelungen. „Die Deutsche Umwelthilfe, das Land NRW und die Stadt Dortmund haben einen Vergleichsvorschlag des 8. Senats des Oberverwaltungsgerichts NRW angenommen“, teilt das OVG in einer offiziellen Mitteilung am Mittwochmittag mit.

Langes Maßnahmenkonzept

Das Konzept umfasst insgesamt 17 Seiten. „Es sollen nicht nur kurzfristige, sondern auch mittel- und langfristige Maßnahmen zur nachhaltigen, umweltgerechten Veränderung der Verkehrssituation in Dortmund ergriffen werden, um die Luftschadstoffbelastung kontinuierlich zu vermindern“, berichtet das OVG.

Und es nennt in der Mitteilung auch erste Details: „Unter anderem soll auf der Brackeler Straße eine Umweltspur eingerichtet und zwischen Borsigplatz und Im Spähenfelde die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert werden.“

Auf der Ruhrallee soll künftig zwischen Wall und B1 Tempo 30 gelten und die Ampel hinter der Zufahrt von der B1 in Richtung Norden so geschaltet werden, dass sie wie eine Pförtnerampel wirkt und der Verkehr in Richtung Stadtmitte reduziert wird.

LKW-Durchfahrtsverbot auf der B1

„Ein Fahrverbot sieht der Vergleich nicht vor“, erklärt das OVG. Einzige Ausnahme: Auch das von der Politik bereits beschlossene ganztägige Verbot für den LKW-Durchgangsverkehr auf der B1 gehört zum Maßnahmenpaket.

Weitere Details, wie das Konzept in Dortmund umgesetzt werden soll, stellte die Stadt Dortmund am Mittwochnachmittag vor.

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