Die Traum-OB-Kandidatin der Dortmunder CDU kandidiert jetzt woanders – für CDU und Grüne!

dzKommunalwahl 2020

Die CDU in Dortmund sucht noch immer nach einer OB-Kandidatin. Eine frühere, bekannte Hoffnungsträgerin wirft tatsächlich ihren Hut in den Ring. Aber nicht in Dortmund. Und hat gute Chancen.

Dortmund

, 08.11.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie gilt als zupackend und durchsetzungsstark. Viereinhalb Jahre lang hat sie in Dortmund für Recht und Ordnung gesorgt. Sie hat die Schließung des Straßenstrichs vor Gericht durchgesetzt, die Flüchtlingskrise vor Ort gemanagt und sie hat den Masterplan Kommunale Sicherheit auf den Weg gebracht.

Diane Jägers (58) kam im Jahr 2013 auf dem CDU-Ticket als Rechts- und Ordnungsdezernentin nach Dortmund und erwarb sich hier fraktionsübergreifende Anerkennung. Die CDU hatte die Juristin mit CDU-Parteibuch auch mit der Perspektive als mögliche OB-Kandidatin in die Westfalenmetropole geholt.

Gemeinsame Kandidatin von CDU und Grünen

Doch es kam anders. Zwischen der resoluten Verwaltungsfachfrau und Oberbürgermeister Ullrich Sierau stimmte der Ton nicht immer. Diane Jägers zog die Reißleine und wurde 2018 Leiterin der Gleichstellungsabteilung im NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Zeitweise war sie auch als Ministerin im Kabinett von Armin Laschet im Gespräch.

Jetzt lesen

Jetzt möchte Diane Jägers Oberbürgermeisterin von Mülheim werden – als gemeinsame Kandidatin von CDU und Grünen. Die Parteichefs haben ihre Kandidatur bereits öffentlich gemacht, die Kreisparteitage müssen Jägers noch nominieren.

„Ich werde nie Oberbürgermeisterin dieser Stadt“

Eine gemeinsame Kandidatin von CDU und Grünen – das ist eine Konstellation, wie sie auch in Dortmund diskutiert wird. Jägers wäre dafür eine ideale Besetzung. „Doch das ist für mich nicht in Frage gekommen“, sagte sie am Donnerstag (7.11.) im Gespräch mit dieser Redaktion. „Das habe ich mit dem Weggang aus Dortmund entschieden und auch damals schon so öffentlich gesagt.“

Jetzt lesen

Tatsächlich hatte sie in einem Interview zu ihrem Weggang mit dieser Redaktion erklärt: „Ich werde nie Oberbürgermeisterin dieser Stadt werden. Das kann ich sofort unterschreiben.“

Sie sagt aber heute auch, sie lebe bei der jetzigen Kandidatur von den guten Erfahrungen, die sie unter anderem in Dortmund machen durfte. So habe sie von Oberbürgermeister Sierau gelernt, wie man Arbeitsplätze in der Stadt hält. „Es ist Chefsache des OB, Unternehmen wissen zu lassen, dass sie in der Stadt willkommen sind. Man muss von Chef zu Chef sprechen.“

Auch Dortmunder Themen

Gewohnt selbstbewusst will Jägers in Mülheim den Haushalt sanieren, eine ökologische Stadtentwicklung vorantreiben, Angsträume in der Stadt beseitigen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger stärken – Themen, die auch in Dortmund von Relevanz sind. Auch die Erfahrungen aus Dortmund mit den Bürgerdialogen will sie nutzen, lobt dabei vor allem die Verbindlichkeit bei der Umsetzung.

Während Jägers erste Ziele präsentiert, sucht die Dortmunder CDU weiter nach einer OB-Kandidatin.

Lesen Sie jetzt