Die Reinoldikirche bekommt nun ihren eigenen „Paradies-Garten“

dzEvangelischer Kirchentag

Auch ein Paradies muss geplant und gebaut werden. Die Wände stehen bereits - in einer Halle auf dem Gelände der TU Dortmund. Und es steht fest, was das Paradies an St. Reinoldi bieten wird.

Dortmund

, 23.05.2019, 17:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Meter hoch und drei Meter breit - das sind die groben Maße des hölzernen Pavillions in der Werkshalle der TU Dortmund auf dem Campus Süd. Nebenan stehen weitere hölzerne Wände und Bauteile. Sie sind Bestandteile des „Paradiesgartens“, der als Anbau an die Stadtkirche St. Reinoldi die Besucher zum Kirchentag in Dortmund empfängt.

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Die Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel und der Architekturhistoriker Prof. Wolfgang Sonne von der TU entwickelten im vergangenen November gemeinsam mit Reinoldi-Pfarrer Michael Küstermann und Stadtarchiv-Direktor Dr. Stefan Mühlhofer die Idee. Unterstützt wird sie von der Reinoldigilde und diversen Förderern aus der Wirtschaft.

Projekt für TU-Studierende

Realisiert wird das ungewöhnliche Projekt von TU-Studierenden der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen unter der Leitung von Prof. Paul Kahlfeldt, Prof. Christian Hartz und Iries Frieler. Bis zu 1,2 Tonnen Zugkraft hält der Paradiesgarten stand. „Die Konstruktion ist so ausgelegt, als wenn man für 100 Jahre bauen würde“, erklärt Hartz.

Die wurde seit Ende März an der TU gefertigt, gesägt und angemalt. 15 Tonnen Holz, 60.000 Schrauben und 700 Quadratmeter Farbe zählt Dirk von Kölln als Leiter der Modellbauwerkstatt der TU auf.

Die Reinoldikirche bekommt nun ihren eigenen „Paradies-Garten“

So soll der "Paradiesgarten"-Anbau an der Reinoldikirche aussehen. © TU Dortmund

Auch die Inneneinrichtung wurde schon vorgefertigt - in Form von Regalen für Prospekte und Bücher. Denn der Paradiesgarten soll Kirchentagsgäste neugierig auf Dortmund machen, um zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in Dortmund vorbeizuschauen. Dahinter steckt die Erkenntnis der Kirchentags-Organisatoren, dass mehr als 40 Prozent der Kirchentagsteilnehmer die Ausrichterstadt mindestens ein zweites Mal besuchen.

Zu einem solchen Wiederholungsbesuch abseits des Kirchentags-Trubels wollen die Dortmund-Werber von der Dortmunder-Agentur über die Wirtschaftsförderung bis zu Dortmund-Tourismus im Paradiesgarten verführen. Sie bieten vor der Reinoldikirche Informationen zu Routen und touristischen Zielen und den neuen Stadtführer „Dortmunder Passagen“, der Anfang Juni erscheint.

Virtueller Stadtrundgang

Das Highlight: Dortmund-Tourismus präsentiert einen virtuellen Stadtrundgang mit besonderen Sehenswürdigkeiten. Auf Monitoren können die anderen Besucher verfolgen, was der „Brillenträger“ gerade sieht.

Bevor die Regale bestückt und die technischen Einrichtungen installiert werden, muss der Anbau aber erstmal hochgezogen werden. Ab dem 3. Juni werden die Gerüste aufgebaut, einen Tag später die Holzkonstruktion geliefert, die in 14 Stunden aufgebaut werden soll.

Danach rücken die Auszubildenden des gärtnerischen Betriebs aus dem städtischen Tiefbauamt an, um für die Bepflanzung des Anbaus zu sorgen. Denn zu einem Paradiesgarten gehört natürlich auch üppiges Grün.

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