Martin Eul (l.), Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, und Ulrich Leitermann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Dortmunder Volksbank bei der Vertreterversammlung 2021 des genossenschaftlichen Instituts. © Jan Heinze
Dortmunder Volksbank

Die nächste Fusion: Größte Volksbank in NRW wird bald noch größer

Die Dortmunder Volksbank steht vor Veränderungen. Mehr als 100 Mitglieder trafen erstmals seit langer Zeit wieder in Präsenz zusammen, um eine wichtige Entscheidung zu treffen.

In der Westfalenhalle 3 hat die Dortmunder Volksbank am Mittwoch (23.6.) ihre Vertreterversammlung abgehalten. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie trafen sich insgesamt 124 Dortmunder Mitglieder der Genossenschaftsbank wieder persönlich – mit Abstand, Desinfektion und Schutzmasken in Innenräumen.

Die Präsenz war Voraussetzung dafür, dass eine richtungsweisende Entscheidung rechtssicher getroffen werden konnte. Denn nach einer Abstimmung steht fest: Die Dortmunder Volksbank wird mit der Volksbank Kamen-Werne fusionieren.

Die Dortmunder Mitglieder schlossen sich mit ihrem Votum mit einer Zustimmung von 100 Prozent den Kollegen in Kamen und Werne an, die bereits am 22. Juni grünes Licht für die Fusion gegeben hatten.

Dortmund übernimmt den kleinen Partner

Dortmund übernimmt damit den kleineren Partner aus der Nachbarschaft. Die Bilanzsummer des neuen Zusammenschlusses beträgt rund 9,5 Milliarden Euro. Größere Folgen als für Dortmund hat die Fusion mittelfristig vor allem für die Strukturen in Werne und Kamen. Kurzfristig soll sich allerdings nicht viel ändern, es gibt unter anderem eine vierjährige Beschäftigungsgarantie.

Im Juli 2020 war die Dortmunder Volksbank bereits mit der Volksbank Waltrop verschmolzen. Die Vertreter beschlossen am Mittwoch eine Dividende von 2 Prozent.

Vorstandschef verabschiedet sich von Mitgliedern

Es gab noch einen weiteren Grund, warum es keine gewöhnliche Vertreterversammlung war: den Abschied des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Martin Eul nach 13 Jahren. 2008 hatte er mitten in einer globalen Finanzkrise das Amt übernommen und stand seitdem an der Spitze der Bank, in der er 1977 seine Ausbildung begonnen hatte.

In seine Amtszeit fielen Entscheidungen wie die Fusionen mit den Volksbanken Hamm und Unna, die Digitalisierung des Unternehmens sowie der Bau des neuen Gebäudes in der Dortmunder City.

In Richtung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagte Eul: „Sie waren, sind und bleiben die wichtigsten Erfolgsfaktoren in unserer Bank. Mir persönlich war es eine Ehre, Ihnen vorzustehen und täglich so gut mit Ihnen zusammenzuarbeiten.“

Zum 1. August wird Michael Martens den Posten als neuer Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank übernehmen.

Hier hat die Dortmunder Volksbank jetzt überall Filialen

Die Dortmunder Volksbank hat Filialen in Dortmund, Hamm, Unna, Schwerte, Waltrop, Datteln, Oer-Erkenschwick, Henrichenburg, Lünen, Castrop-Rauxel und Brambauer sowie bald auch in Werne und Kamen. Mit rund 298.000 Kunden ist sie nach eigenen Angaben die größte Volksbank in NRW. 1150 Menschen arbeiten für das Unternehmen.

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Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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