Die Grippewelle naht: Was Dortmunder jetzt wissen müssen

Impfungen

Mit Beginn des Herbstes steigt die Zahl der Krankheitsfälle - langsam aber sicher kommt die nächste Grippewelle. Alle Infos zu der weit verbreiteten Krankheit, die bis zum Tod führen kann.

Dortmund

, 09.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Grippewelle naht: Was Dortmunder jetzt wissen müssen

Experten empfehlen, sich rechtzeitig vor der Grippewelle impfen zu lassen. © dpa

Mindestens jeder neunte Deutsche ist in den letzten zwei Jahren mit Influenza-Symptomen beim Arzt gewesen. Alle Infos rund um die Krankheit und den Schutz vor ihr.

? Wie viele Grippefälle waren im letzten Winter in Dortmund registriert?

649 Fälle aus Dortmund sind nach Labor-Untersuchungen bestätigt worden. Das sind etwas weniger als im rekordverdächtigen Vorjahr, allerdings gab es in den Jahren zuvor nie mehr als 150 Meldungen. „Üblicherweise wird nur bei einem kleinen Teil der Patienten ein Labortest durchgeführt“, wie das Robert-Koch-Institut auf Anfrage mitteilt. Deutschlandweit gab es im vergangenen Winter rund 3,8 Millionen Arztbesuche wegen der Influenza. Das Jahr davor hatte eine ungewöhnlich starke Grippewelle - da waren es rund neun Millionen Besuche.

? Wie viele Personen sind durch die Grippe gestorben?

Vier Dortmunder sind im letzten Winter mit Grippeinfektion gestorben, sie waren alle über 75 Jahre alt und nicht geimpft. Deutschlandweit sind zuletzt 954 Todesfälle an das Institut übermittelt worden. Auch hier gilt: deutlich geringer als im Winter 2017/18, aber höher als in „normalen“ Jahren. Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, sagt, es gebe keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lassen als mit Grippeschutzimpfungen.

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? Wer ist besonders gefährdet?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Influenzaimpfungen für viele Personen. Alle Menschen ab 60 Jahren, Schwangere und chronisch Kranke gehören dazu genau wie alle, die bei viel Publikumsverkehr arbeiten - und jene, die mit oben genannten Personen zu tun haben. Die unabhängige Kommission ist vom Bundesgesundheitsamt eingerichtet worden.

? Wo bekommt man Impfungen?

Der erste Ansprechpartner für eine Impfung ist immer der eigene Hausarzt.

? Muss man die Impfung selbst bezahlen?

Das kommt auf die Krankenversicherung an. Die meisten der größten deutschen Versicherungen übernehmen die Kosten.

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? Zu welcher Zeit sollte man impfen lassen?

„Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist“, heißt es vom Robert-Koch-Institut. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfehlen die Experten, sich im Oktober oder November impfen zu lassen.

? Wie oft muss man eine Impfung auffrischen?

„Da das Virus sehr wandlungsfähig ist, ist eine jährliche Impfung notwendig“, so das Institut. Sechs bis zwölf Monate lang dauere die Immunität in der Regel an.

? Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?

Leichte Schmerzen, eine Rötung und eine Schwellung können an der Impfstelle auftreten. Vorübergehend treten „gelegentlich“ Erkältungssymptome auf, heißt es vom Institut: „In der Regel klingen diese Beschwerden innerhalb von einem bis zwei Tagen folgenlos wieder ab.“

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