Wie stehen die Chancen für den Dortmunder Weihnachtsmarkt 2020?

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Großveranstaltungen wie Konzerte sind bis Jahresende untersagt. Auch viele vorweihnachtliche Märkte wurden bereits abgesagt. Wir fassen zusammen, was der Stand der Dinge in Dortmund ist.

Dortmund

, 01.09.2020, 05:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Corona-Jahr ist nichts wie sonst. So wurden auch viele adventliche Märkte, so in der Kölner Altstadt, in Dormagen oder in Hamm, längst abgesagt.

Die Dortmunder dürfen hingegen auch 2020 weiter auf ihren Weihnachtsmarkt in der Innenstadt hoffen. Aktuell stehen die Chancen auf Glühwein und gebrannte Mandeln rund um den Hansaplatz nicht schlecht.

„Geht nichts in Richtung Absage“

„Es geht momentan nichts in Richtung Absage“, sagt der Dortmunder Schausteller Patrick Arens, der gemeinsam mit anderen Weihnachtsmarkt-Veranstaltern in Düsseldorf an einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Arbeits- und des Wirtschaftsministeriums sowie der Staatskanzlei teilnahm. Thema: Können 2020 Weihnachtsmärkte stattfinden - und wenn ja, in welcher Form?

Alljährlich ein Höhepunkt im Dortmunder Kalender: Der Weihnachtsmarkt rund um den Hansamarkt mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt (Archivbild).

Alljährlich ein Höhepunkt im Dortmunder Kalender: Der Weihnachtsmarkt rund um den Hansamarkt mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt. © Hans Blossey

„Auch in Düsseldorf ist man sich bewusst, dass Weihnachtsmärkte wichtig für unsere Städte sind“, zog Arens ein positives Fazit aus einem zweistündigen, „ergebnisoffenen“ Gespräch. „Natürlich müssen wir auf Grundlage der Corona-Regeln planen“, weiß der Veranstalter, „aber wenn man uns die Chance gibt, dann, glaube ich, kriegen wir das hin“.

Weiterhin in der Innenstadt

Die Pläne sind zwar noch nicht in Stein gemeißelt, doch Arens macht sich bereits seine Gedanken, wie der adventliche Bummel in Dortmund aussehen könnte: „Der Weihnachtsmarkt soll auf jeden Fall in der City bleiben. Wir werden die Fläche dafür erweitern müssen, aber Platz ist ja vorhanden.“

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So sollten die Stände in größerem Abstand als bisher voneinander aufgestellt werden, schwebt dem Experten vor: „Und davor könnte man Wartebereiche einrichten.“ Somit würden die Abstandsregelungen eingehalten.

Veränderungen in der Gastronomie

Und wie sieht es mit der Gastronomie aus? „Die würde sich etwas anders präsentieren als bisher“, sagt Arens, „zum Beispiel mit einem regulierten Zugang. Aber das müssen wir noch ausarbeiten.“

Zwar nehme er Corona sehr ernst, sagt der Schausteller, „aber wenn wir die Pläne umsetzen, dann ist ein Besuch des Weihnachtsmarktes nicht gefährlicher als der des sonstigen Innenstadtbereiches.“

So wie im Dezember 2019, als Philipp Dittberner vor einer großen Menschenmenge spielte, wird der diesjährige Weihnachtsmarkt wohl nicht aussehen. Sofern er denn stattfindet.

So wie im Dezember 2019, als Philipp Dittberner vor einer großen Menschenmenge spielte, wird der diesjährige Weihnachtsmarkt wohl nicht aussehen. Sofern er denn stattfindet. © Stephan Schuetze

Letztlich rechnet er bis Ende September mit einer Entscheidung des Landes, ob und in welcher Form die Weihnachtsmärkte stattfinden dürfen: „Spätestens bis Mitte Oktober müssen wir aber wissen, ob es klappt oder nicht.“ Denn die Vorbereitungen nehmen gehörig Zeit in Anspruch.

Bei der Absage stehe jedoch nicht nur der Spaß der Weihnachtsmarkt-Besucher, sondern auch so manche Existenz auf dem Spiel: Viele Schausteller müssen seit Monaten auf ihre Einnahmen verzichten. Aber selbst bei einer Zusage des Landes Ende September wähnt sich Arens noch nicht zu 100 Prozent auf der sicheren Seite: „Wer weiß schon, wie es im November mit Corona aussieht?“

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