Fast so alt wie ganz Scharnhorst-Ost: Apotheke im EKS wird 50

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1970 war es, als Hermann Ausbüttel seine Apotheke im Einkaufszentrum EKS in Scharnhorst eröffnete. Er tat es auf einer Baustelle. Ein altes Foto zeugt davon. Nun wird die Apotheke 50 Jahre alt.

Scharnhorst

, 18.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Hermann Ausbüttel im Juni 1970 seine Apotheke im Einkaufszentrum EKS in Scharnhorst eröffnete, tat er es auf einer Baustelle. Lediglich die Räume des Ladenlokals selbst waren fertiggestellt, die Wohnungen darüber befanden sich noch im Rohbau. Bekanntlich ist der gesamte Stadtteil Scharnhorst-Ost erst ab Ende der 60er-Jahre entstanden, um der damals herrschenden Wohnungsnot zu begegnen.

Seither ist viel passiert: 1994 übernahmen Sohn Ulrich und dessen Frau Gisela die Apotheke, seit 1998 ist sie die alleinige Chefin, weil Ulrich Ausbüttel die Alte Apotheke in der City übernahm. Natürlich habe sich auch in anderer Hinsicht viel verändert, sagt Gisela Ausbüttel (58).

Jubiläumsfeier verschoben

Die Arzneimittel seien teilweise andere, es gebe mehr Formalitäten zu beachten, und die Lagerhaltung geschieht teils automatisch. Aber das Wichtigste, und das hebt sie hervor, habe sich gar nicht verändert: „Wir sind für die Menschen in Scharnhorst da und möchten ihnen helfen – früher wie heute.“

So sah es ganz zu Anfang im Juni 1970 aus: Hermann Ausbüttel eröffnete seine Apotheke in einem Gebäude, das zum Teil noch Rohbau war.

So sah es ganz zu Anfang im Juni 1970 aus: Hermann Ausbüttel eröffnete seine Apotheke in einem Gebäude, das zum Teil noch Rohbau war. © Repro: Andreas Schröter

Natürlich sollte das 50-jährige Bestehen der Ausbüttels-Apotheke im EKS mit einem großen Sommerfest am Freitag (19.6.) gefeiert werden – das geht nun wegen der Corona-Krise nicht. „Wir sind alle sehr traurig“, so Gisela Ausbüttel.

Das hätte auch deswegen gut gepasst, weil die Jubiläumsfeier mit dem Sommerfest der Interessengemeinschaft der Kaufleute im EKS, in der sich die Apothekerin seit vielen Jahren engagiert, zusammengefallen wäre. „Wir versprechen, dass wir das 2021 nachholen. Da lassen wir es dann so richtig krachen.“

Drei Mitarbeiterinnen sind seit 33 Jahren dabei

Wohl auch bedingt durch den Umstand, dass sie schnell für Trennwände und andere hygienische Sicherungsmaßnahmen gesorgt habe, sei ihre Apotheke einigermaßen glimpflich durch die Corona-Krise gekommen.

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Vier Wochen habe das Team in zwei Schichten gearbeitet, um Infektionsketten auszuschließen. Das sei aber wegen der schwierigeren Absprachen nicht optimal gewesen. „Als wir alle wieder zusammen waren, hat es eine große Wiedersehensfreude gegeben.“

Gleichzeitig mit der Apotheke feierten gleich drei Mitarbeiterinnen ihre 33-jährige Zugehörigkeit: Conny Kischlat, Margret Mönnich und Barbara Westra. So etwas spreche doch für das gute Betriebsklima, so Ausbüttel.

Es gibt zwar keine zünftige Jubiläumsfeier, aber ein paar Luftballons weisen doch auf das Jubiläum der Ausbüttels-Apotheke im EKS hin.

Es gibt zwar keine zünftige Jubiläumsfeier, aber ein paar Luftballons weisen doch auf das Jubiläum der Ausbüttels-Apotheke im EKS hin. © Andreas Schröter

Vorbildlich verhalten sich nach ihren Angaben die Kunden, was die Einhaltung der Corona-Regeln betreffe. Manche müssen sogar extra aufgefordert werden, die Verkaufsräume doch bitte zu betreten. Sie warten ganz geduldig vor der Tür.

Zu den Neuerungen, die sie demnächst plane, gehöre die Einrichtung eines weiteren Arbeitsplatzes im hinteren für die Kunden nicht sichtbaren Bereich, dem Backoffice. Heute laufe mehr über telefonische Bestellungen als früher.

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