Der dunkle Schulweg zur Ersatz-Grundschule: Eltern und Stadt sollen den Weg sicherer machen

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Die Kirchlinder Widey-Grundschule muss in spätestens drei Jahren vorübergehend umziehen. Doch der Weg zur Ersatz-Grundschule ist düster und nicht ganz ungefährlich.

Kirchlinde

, 14.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis 2025 soll an der Widey-Grundschule in Kirchlinde alles neu werden. Nachdem die Schule jahrelang hinten anstehen musste, soll der Neubau nach dem Komplett-Abriss mit modernsten pädagogischen Konzepten ausgestattet werden – und erstmals mit einer Turnhalle.

Doch der Weg dahin ist lang. Erst nach der Machbarkeits-Prüfung für die geplanten Baumaßnahmen können 2021 die Planungsphase und die Genehmigungsverfahren starten.

Ab 2022/23 wird das Grundschul-Gebäude abgerissen und neu gebaut. Während der Bauzeit müssen Lehrer und Schüler umziehen. Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist die ehemalige Alfred-Adler-Schule an dwer Jungeferntalstraße 60-64. Doch der Schulweg dorthin würde für die Grundschüler nicht nur länger, sondern auch dunkler.

Grundschüler kennen den Weg schon

Über die Machariusstraße, durch einen Garagenhof, über die A45-Brücke, zwischen dem Park „Auf dem Sonnendeck“ und den Kleingärten hindurch und schließlich über die Bothe- und Jungferntalstraße gelangen die Widey-Grundschulkinder zur Alfred-Adler-Schule.

Der dunkle Schulweg zur Ersatz-Grundschule: Eltern und Stadt sollen den Weg sicherer machen

Das ist der Weg von der Widey-Grundschule zur Jungferntal-Grundschule beziehungsweise zur ehemaligen Alfred-Adler-Schule. © Grafik: Martin Klose

Den Weg kennen sie ab der zweiten Klasse in- und auswendig, da die Zweitklässler ihren Sportunterricht zum Teil in der angrenzenden Jungferntal-Grundschule absolvieren. Bislang gehen sie den Weg jedoch nicht alleine, sie werden von Lehrern begleitet.

Der dunkle Schulweg zur Ersatz-Grundschule: Eltern und Stadt sollen den Weg sicherer machen

Das letzte Stück des Weges von der Widey-Grundschule zur ehemaligen Alfred-Adler-Schule ist nicht beleuchtet. © Carolin West

„Und das ist auch gut so“, sagt die kommissarische Schulleiterin Katrin Multmeier. Schließlich wirke der Garagenhof nicht besonders einladend, an der Autobahn-Brücke müsse man aufpassen und der Teil des Weges zwischen Park und Kleingärten sei noch nicht einmal beleuchtet.

Je nach Tageszeit eine düstere Strecke für die Schüler. „Wenn es tatsächlich dazu kommt, dass wir während der Bauzeit in die Alfred-Adler-Schule ziehen, wäre es gut und wichtig, dass der Weg besser beleuchtet würde“, sagt Katrin Multmeier.

Walking Bus oder Bus soll Widey-Schüler sicher ans Ziel bringen

„Die Frage nach der Schulwegsicherung gehört zum Gesamtkonzept“, erklärt Stadt-Pressesprecher Christian Schön. „Das wird alles im Rahmen der Machbarkeitsstudie beantwortet werden.“ Erst nach der Klärung, ob die Widey-Grundschule in die Alfred-Adler-Schule umzieht, werde es nähere Informationen geben.

Katrin Multmeier hat sich bereits Gedanken gemacht. Abgesehen von einer besseren Beleuchtung des Weges halte sie auch weiterhin die Begleitung durch Erwachsene für sinnvoll. „Ich kann mir vorstellen, dass sich manche Eltern bei dem Weg Sorgen machen“, sagt sie.

Die Widey-Schulleiterin wünscht sich, dass Eltern abwechselnd Kinder-Gruppen zur Schule begleiten. „Dieses Walking Bus-Angebot wäre toll“, sagt sie. Eine zweite Option wäre, dass die Kinder von einem Bus an der Widey-Grundschule abgeholt und zur Ersatz-Grundschule gefahren werden.

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