Der Bus hält ab September viel näher am Gemeindehaus St. Josef

dzNahverkehr in Nette

Was lange währt und wofür sich viele Menschen einsetzen, das wird doch auch mal gut. So in Sachen Busanbindung des St. Josef-Gemeindehauses in Nette. Da gibt es jetzt eine Lösung.

Nette

, 12.07.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Mai waren gut 50 Netter Bürger, teilweise mit Rollator und Gehstock zur Sitzung der Bezirksvertretung in das Mengeder Amtshaus gekommen, um ihrem Anliegen noch einmal Nachdruck zu verleihen: Denn seit Jahren wünschen sie sich, dass DSW21 eine Bushaltestelle nahe des St.-Josef-Gemeindehauses einrichtet, denn viele Besucher und Besucherinnen sind körperlich beeinträchtigt. Da ist der Weg zur nächsten Bushaltestelle an der Walter-Schücking-Straße für viele mühsam oder auch zu weit.

Das ändert sich jetzt: Ab September hält der Bus der DSW-Linie 477 an der Einmündung Donarstraße/Eugen-Richter-Straße. Zunächst provisorisch, aber ab Januar 2020 dauerhaft: „Es ist alles abgeklärt“, sagte DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth auf Anfrage. „Auch das Tiefbauamt hat zugestimmt, wir können die alte Haltestelle ab September abdecken und die neue provisorisch einrichten.“

Vorortpolitiker bemühen sich seit Jahren

Damit findet eine lange Geschichte ein gutes Ende. Denn den örtlichen Politikern ist das Problem seit Jahren bekannt und bereits 2017 gab es Gespräche mit DSW21 um auszuloten, ob und wohin die Bushaltestelle verlegt werden könnte. Man wurde sich nicht einig. „Vor allem die Gelenkbusse kommen nicht weiter“, erläuterte Detlef Adam von der SPD in der Maisitzung. Deshalb erschien eine Umlegung der Bushaltestelle dann doch unmöglich. Doch die Entwicklung machte das Problem immer dringlicher. Denn mit der Aufgabe des evangelischen Gemeindezentrums in Nette fanden auch evangelische Gruppen im katholischen Gemeindehaus St. Josef einen neuen Treffpunkt. Und damit wuchs die Zahl der Besucher deutlich. Und damit auch der Druck auf die Stadtwerke.

Kleinere Busse

Erleichtert wird das Vorhaben dadurch, dass DSW21 auf dieser Linie kleine Busse einsetzt werden, die dennoch barrierefrei zugänglich sind. Damit ist die Fahrt auch für Menschen, die gehbehindert sind und auf einen Rollator oder auf einen Gehstock angewiesen sind, ungehindert möglich. Der neue Haltepunkt hat auch für DSW21 viele Vorteile: „Wichtig ist, dass die Linienführung nicht geändert werden muss“, sagt Britta Heydenbluth. Auch das Tiefbauamt hatte keine Probleme mit dem neuen Standort. „Das ist jetzt ein guter Kompromiss“, sagt die DSW21-Sprecherin. Und so hält der Bus nach den Sommerferien an dem neuen Haltepunkt und zum Fahrplanwechsel im Januar 2020 wird das dann auch so beim Fahrplanwechsel im Fahrplan festgehalten werden.

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