Der Auftakt kam bei den Reitsportfans gut an – und am Wochenende wird’s noch besser

dzReit- und Springturnier Somborn

2350 Startplätze, Reiter, Pferdehänger. Dazu viele mehr oder minder sachkundige Fans von Ross und Reiter. Der Freitag war ruhig. Spannender und noch anspruchsvoller wird es am Wochenende.

Lütgendortmund

, 21.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Wochenende verpricht für Pferdefreunde ein gutes zu werden: Die Reiterstaffel Somborn hat zum großen Turnier auf den Hof Watermann eingeladen.

Miss Hermine ist wirklich schön: Sie trägt ein Strassstirnband, die Mähne ist aufwendig geflochten. Erwartungsvoll wartet die Stute auf ihren großen Auftritt bei der Dressurprüfung in der Halle, Reiterin Nathalie Kolbe (22) freut sich auf die Herausforderung. Und Miss Hermine? Die ist noch ganz entspannt.

Der Auftakt kam bei den Reitsportfans gut an – und am Wochenende wird’s noch besser

„Schon immer" ist Nathalie Kolbe geritten, Dressur ist ihre Disziplin, ihr Pferd heißt Miss Hermine. © Irene Steiner

Insgesamt ist der Freitag beim 33. Reit- und Springturnier der Reiterstaffel Somborn der ruhigste Tag. Am Fronleichnams-Donnerstag ging es bis in den Abend hoch her, spektakulär war vor allem die Flutlicht-Dressur-Leistungsprüfung: „Da war auch die neue Tribüne gut gefüllt“, zieht Veranstaltungsleiter Stefan Mitze zufrieden Zwischenbilanz.

Der Auftakt kam bei den Reitsportfans gut an – und am Wochenende wird’s noch besser

Die neue Tribüne hat am Fronleichnamstag schon die erste Bewährungsprobe bestanden. Am Freitag danach war sie nur dünn besetzt. © Irene Steiner

Fünf Tage, 2350 Starter und eine große Wiese, die Platz für alle bietet

Fast idyllisch wirkt der Turnierbetrieb auf dem Hof an diesem Brückentags-Freitag. Aber das täuscht. Was da an fünf Turniertagen vor den Augen der Leistungsrichter geschieht, ist gewaltig: Es gibt in diesem Jahr 2350 Startplätze. Nicht für jedes Pferd gibt es einen eigenen Hänger, nicht jeder Reiter hat nur ein Pferd. Aber dennoch. „Wir sind froh, dass wir die große Wiese auf der anderen Seite der Straße haben, da können die Reiter mit ihren Transporter entspannt stehen. Und die Wege zum Platz sind nicht weit, das schätzen die sehr“, sagt Mitze.

Der Auftakt kam bei den Reitsportfans gut an – und am Wochenende wird’s noch besser

Nur durch die Straße vom Turnierplatz getrennt ist die große Wiese, auf der die Reiter mit ihren Pferdetransportern stehen können. © Irene Steiner

Zur Freude der Reiter gibt es einen neuen Turnierplatz

Zu schätzen wissen sie auch den neuen Turnierplatz, den die Reiterstaffeln im Frühjahr fertiggestellt hat. „Früher war hier eine Wiese, auf die immer wieder Sand gefüllt wurde. Von einer Seite zur anderen gab es ein Gefälle von 1,60 Metern“, erzählt Mitze. Mit Fördermitteln der Stadt konnte der Platz grundsaniert werden. Er ist jetzt begradigt, hat eine Drainage, eine Schotterschicht, und darauf feiner, lehmhaltiger Sand.

Der Auftakt kam bei den Reitsportfans gut an – und am Wochenende wird’s noch besser

Nicht immer geht alles glatt, dann müssen die abgeworfenen Stangen wieder wieder eingehängt werden. © Irene Steiner

Das ganze Dorf fiebert an diesen Tagen mit

Für die Somborner ist das fünftägige Turnier ein Event, ganze Familien pilgern zum Hof an der Langendreer Straße. Und reihen manchmal sogar in die Riege der 60 bis 80 täglich benötigten Ehrenamtlichen ein, ohne die das Turnier nicht möglich wäre: „Gestern hat bis in die Nacht Kiek es drin geholfen“, sagt Mitze.

Bis Sonntag stehen noch etliche Prüfungen an, am Nachmittag jeweils die anspruchsvollsten, da gibt es Spring-Prüfungen der S-Klasse. In der Halle kämpfen die Dressurreiter um Preise, insgesamt werden 26.000 Euro Preisgeld ausgelobt.

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