Der Alfdagweg erinnert an den ersten namentlich erwähnten Asselner

Straßennamen in Asseln

Straßennamen dienen der Orientierung und erzählen Ortsgeschichte. Wir stellen einige Asselner Straßennamen vor, die der dortige Heimat- und Geschichtsverein erklärt hat, etwa den Alfdagweg.

Asseln

, 31.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Alfdagweg erinnert an den ersten namentlich erwähnten Asselner

Der Alfdagweg hat in Asseln eine besondere Bedeutung. © Johanna Wiening

Der Alfdagweg ist eine Straße im Wohngebiet Kahle Hege, wie der Heimat- und Geschichtsverein Asseln in einer Broschüre erläutert, in der alle Straßen des Hellwegdorfes alphabetisch aufgelistet sind. Der Name Alfdagweg bezieht sich auf eine Urkunde des Klosters Werden an der Ruhr, die den Ort Asseln erstmals erwähnt. In einem um das Jahr 882 entstandenen Register über die klösterlichen Einnahmen heißt es: „In villa Ascloon Alfdag ...“ = „In der Siedlung Asseln lebt Alfdag...“ Damit ist Alfdag der erste namentlich bekannte Einwohner von Asseln.

Ertragreicher Boden ist eine gute Basis für die Landwirtschaft

Weiter wird beschrieben, dass er auf einer halben Hufe siedelte, die dem Kloster Werden gehörte, und 20 Scheffel Gerste, 5 Scheffel Brauhafer, 8 Denare Heerschilling und 2 Scheffel Mehl an das Kloster in Werden abzuliefern hatte. Diese im Vergleich zu anderen Gebieten überdurchschnittlich hohe Abgabenverpflichtung lässt sich mit dem ertragreichen Boden in Asseln erklären.

Vor der Einrichtung des Wohngebietes Kahle Hege erforschte die Dortmunder Stadtarchäologie zwischen 1999 und 2005 die Reste eines Friedhofes auf dem Gelände. Dieser stammt aus dem 6. und 7. Jahrhundert. Die dort bestatteten Personen können durchaus zu Alfdags Vorfahren gehört haben.

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