Denkmaltag Online: Wo Dorstfelder Siedlungsbewohner zu Filmstars werden

Tag des offenen Denkmals

Auch der Tag des offenen Denkmals am 13. September stellt sich auf Corona ein: Viele Denkmäler werden online zu besichtigen sein. Dafür fanden jetzt an vielen Orten Film-Dreharbeiten statt.

Dortmund

, 29.08.2020, 11:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Denkmalgerecht saniert sind inzwischen viele Häuser der Zechensiedlung Oberdorstfeld. Beim Tag des offenen Denkmals ist sie per Video zu erleben.

Denkmalgerecht saniert sind inzwischen viele Häuser der Zechensiedlung Oberdorstfeld. Beim Tag des offenen Denkmals ist sie per Video zu erleben. © Stephan Schütze

Halb live vor Ort, halb online - die Fachleute sprechen in einem solchen Fall von „Hybrid-Veranstaltungen“. Und die haben wegen der Corona-Krise einen großen Aufschwung erlebt. Als Hybrid-Veranstaltung findet in diesem Jahr auch der Tag des offenen Denkmals statt, wie immer am zweiten Sonntag im September - also am 13. September.

„Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ ist in diesem Jahr das Motto des bundesweiten Denkmaltages, zu dem das beliebte Programmheft der Dortmunder Denkmalbehörde jetzt frisch erschienen ist. Immerhin 41 Orte in Dortmund und zwei in der Nachbarstadt Lünen stehen mit Angeboten auf dem Programm.

Eröffnung im Internet

Was wann wo vor Ort stattfindet, ist allerdings noch unklar. Denn nicht in allen Denkmälern ist ausreichend Platz, um mit Corona-Abstand Besucher zu empfangen. Ein Teil des Denkmaltages wird deshalb online stattfinden - in Form von Bildern, Texten und Videos, die an diesem Tag im Internet abrufbar sind.

Dazu gehört auch die traditionelle Eröffnungsveranstaltung. Die Eröffnungsrede von Oberbürgermeister Ullrich Sierau gibt es als Videobotschaft, verrät Susanne Abeck, die das Programm des Denkmaltages in Dortmund koordiniert.

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Live vor Ort - so viel steht schon fest - wird man etwa Führungen zur Hombrucher Bergbau-Geschichte, über den Hauptfriedhof mit der sanierten Trauerhalle oder durch den Botanischen Garten Rombergpark, das flächenmäßig größte Denkmal der Stadt, erleben können.

Höder Burg am Phoenix See[Foto: Dieter MenneDatum: 06.11.2018

Höder Burg am Phoenix See [Foto: Dieter Menne Datum: 06.11.2018 © Dieter Menne Dortmund

Im Video zu erleben sind etwa die Hörder Burg mit dem Hörder Heimatmuseum und Heimatforscher Willi Garth. Und ein weiteres Denkmal mit ausgedehnter Fläche: die Zechensiedung Oberdorstfeld. Viele Bewohner haben in den vergangenen Jahren ihre gut 100 Jahre alten Häuser denkmalgerecht renoviert und herausgeputzt.

Film mit Siedlungsbewohnern

Schöne Bilder also für das Filmteam um Thomas Blachetzki, das einen ganzen Tag lang in der alten Werkssiedlung unterwegs war. Zwischen fünf und acht Minuten werden die online abrufbaren Filme am Ende lang sein, erklärt der Filmemacher.

Filmproduzent Thomas Blachetzki bei den Dreharbeiten für den Denkmaltag in der Zechensiedlung Oberdorstfeld.

Filmproduzent Thomas Blachetzki bei den Dreharbeiten für den Denkmaltag in der Zechensiedlung Oberdorstfeld. © Oliver Volmerich

Fachkundige Führerin durch die Siedlung war die Kunsthistorikerin Elke Torspecken, die im Garten ihres Zechenhäuschens an der Witter Straße auch ein kleines Treffen der Interessengemeinschaft (IG) Zechensiedlung Oberdorstfeld organisiert hat - natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand.

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Die Interviews mit den Mitstreitern der IG sorgen dafür, dass die Zuschauer zum virtuellen Rundgang durch die Zechensiedlung Informationen aus erster Hand bekommen.

Ein Treffen von Mitgliedern der Interessengemeinschaft Zechensiedlung Oberdorstfeld wurde zur Kulisse für den Film zum Denkmaltag.

Ein Treffen von Mitgliedern der Interessengemeinschaft Zechensiedlung Oberdorstfeld wurde zur Kulisse für den Film zum Denkmaltag. © Oliver Volmerich

Nähere Infos zum Programm am 13. September mit Anmeldemöglichkeit für die „analogen“ Angebote gibt es ab dem 1. September (Dienstag) auf der Internet-Seite denkmaltag.dortmund.de.

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