Demo-Marsch zieht am Samstag über den Dortmunder Wall

Demonstration

Um vor der Wahl gezielt an die kommunale Politik zu appellieren, hat am Samstag eine dreistellige Zahl an Personen in der Dortmunder City demonstriert.

Dortmund

, 12.09.2020, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Demonstrationsmarsch zog gegen 16.30 Uhr über den Königswall.

Der Demonstrationsmarsch zog gegen 16.30 Uhr über den Königswall. © Wilco Ruhland

Am Vortag der Kommunalwahl hat die Autonome Antifa 170 zu einer Demonstration in der Dortmunder City aufgerufen. Unter dem Titel „Antifaschistische Demonstration am Vorwahltag“ versammelten sich die Demonstranten am Samstag (12. September) ab 16 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle Westentor, am Platz von Buffalo.

Die Polizei rechnete im Vorfeld mit etwa 300 Personen. Schätzungsweise lag die Zahl der Demonstranten am Treffpunkt leicht darunter. Nach ersten Redebeiträgen zog der Marsch ab etwa 16.30 Uhr zunächst über den Königswall in Richtung Hauptbahnhof.

Die Polizei regelte den Verkehr auf dem Wall, während der Demo-Marsch darüberzog.

Die Polizei regelte den Verkehr auf dem Wall, während der Demo-Marsch darüberzog. © Wilco Ruhland

Das führte zu leichten Einschränkungen des Verkehrs. Weiter ging es mit einer Zwischenkundgebung am Platz der Deutschen Einheit am Fußballmuseum. Anschließend zog der Marsch erneut über den Wall in Richtung Osten, um dann von der Hansastraße in die Kampstraße zu ziehen.

Nach Reden an der Reinoldikirche ging es über die Kuckelke und die Bornstraße in Richtung Nordstadt. Gegen 18 Uhr kamen die Demonstranten am Endpunkt, der Nordseite des Hauptbahnhofs, an, wo es weitere Redebeiträge gab. Offiziell angemeldet war die Demonstration bis 22 Uhr – gegen 19 Uhr war sie jedoch beendet.

Kommunale Politik und Moria

Die Demonstration richte sich gegen nationalistische Politik, nicht nur von rechten Parteien, hieß es in dem Aufruf im Vorfeld. Sie sei Teil der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ (NIKA), die vor der Wahl in verschiedenen Städten Demonstrationen und Aktionen organisiert, um gegen rechte Strömungen in der Kommunalpolitik zu protestieren.

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Auch schwang die Forderung an die Kommunalpolitik mit, sich stärker für die Aufnahme von Geflüchteten von Moria einzusetzen. Das Geflüchtetencamp auf der griechischen Insel Lesbos war in der vergangenen Woche mehreren Bränden ausgesetzt.

Bereits am Donnerstag waren rund 1000 Personen dem Aufruf der Seebrücke Dortmund gefolgt und hatten an der Reinoldikirche demonstriert.

Die Demonstranten wollen am Tag vor der Kommunalwahl auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen.

Die Demonstranten wollen am Tag vor der Kommunalwahl auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen. © Wilco Ruhland

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