Am Freitagnachmittag gab es eine Kundgebung gegen den Taser-Einsatz in der Nordstadt. © Oliver Schaper
Elektroschocker-Test

Demo gegen Taser in der Nordstadt: „Menschen als Versuchskaninchen“

Seit Mitte Januar testet die Dortmunder Polizei den Einsatz von Tasern in der Nordstadt. Dagegen protestierten am Freitagnachmittag Menschen direkt vor Ort - mit einer eindeutigen Forderung.

Mit 14 Elektro-Tasern sind Polizisten, die in der Nordstadt auf Streife sind, seit Mitte Januar ausgerüstet. Die Elektroschocker, die auf Knopfdruck zwei Elektroden bis zu acht Meter weit schießen können, sollen den Beamten helfen, sich vor Angriffen zu schützen und eine Alternative zu Schlagstock oder Reizgas bieten.

So argumentieren NRW-Innenminister Herbert Reul und der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange bei der Vorstellung der Geräte.

Protest an der Münsterstraße: „Versuchskaninchen für Waffen“

Am Freitagnachmittag protestieren über 30 Menschen bei einer Kundgebung vor der Josephkirche an der Münsterstraße gegen den Einsatz der Taser in der Nordstadt.

Man fordere den „definitiven Verzicht auf die Bewaffnung der Polizei mit dem Distanzelektro-Impulsgerät und die sofortige Einstellung seiner Erprobung in der Nordstadt“, hatte die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) in der Einladung zu der Kundgebung geschrieben.

Die Menschen der Nordstadt würden „zum Versuchskaninchen für eine Waffe, die die Opfer lähmt, in einen Schockzustand versetzt oder bei entsprechenden Vorerkrankungen zum Tod führen kann“, so Redner Ulrich Sander.

Nach der Vorstellung der Taser hatten sich bereits die Grünen und die Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum kritisch geäußert.

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