Am Freitagnachmittag zieht erneut eine Demonstration über den Wall. Die Polizei rechnet mit Verkehrsbeeinträchtigungen. © Lukas Wittland
„Tanzparade“

Demo blockiert am Freitag den halben Dortmunder Wall

Am Freitag (10.9.) zieht eine Demonstration von Westen- bis Ostentor um den Wall. Die Polizei rechnet mit Verkehrsbelastungen. Bei der „Tanzparade“ mit Techno-Musik soll es auch einen „Kinderblock“ geben.

Zu einer besonderen Situation auf dem Dortmunder Wall ist es schon am Donnerstag (9.9.) gekommen, als gleichzeitig eine Bombenevakuierung und eine Verdi-Demonstration stattfanden.

Am Freitag wird nun erneut auf dem Wall demonstriert. Die Demonstrierenden werden eine halbe Stunde über den Dortmunder Innenstadt laufen, bestätigt uns einer der Organisatoren, Tim Maaß, auf Anfrage.

Er ist Sprecher einer Initiative, die ein sozial-ökologisches Zentrum in Derne einrichten möchte. Mit der Demonstration unter dem Motto „Für die Stadt von unten und das gute Leben für alle“ wollen sie ihrer Forderung Nachdruck verleihen.

Die Demonstrierenden sammeln sich um 17 Uhr im Westpark und werden dann über die Rheinische Straße am Westentor südwärts auf den Wall einbiegen.

Polizei erwartet Verkehrsbeeinträchtigungen

Vom Ostentor aus geht es dann weiter zum Borsigplatz und von da aus quer durch die Dortmunder Nordstadt zum Hafen. 400 Teilnehmer sind angemeldet, teilt die Polizei auf Anfrage mit. Im Zeitraum von 17 bis 20 Uhr müsse im innerstädtischen Bereich mit Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet werden.

Die Organisatoren werben für die Demonstration mit dem Begriff „Tanzparade“. Vier Wagen mit Lautsprechern werden den Zug begleiten. Neben den Wagen von zwei Technokollektiven und der Initiative, die sich für das sozialökonomische Zentrum einsetzt, soll ein Wagen auch Musik für einen aus Kindern bestehenden Demo-Block spielen.

„Wir haben mit der Forderung nach einem sozial-ökonomischen Zentrum ein wichtiges politisches Anliegen, wollen das aber lustvoll auf die Straße tragen“, sagt Maaß.

„Wir setzen uns für eine lebenswerte Stadt der Bewohner ein. Das heißt, nicht nur für bezahlbare Mieten und autofreie Städte, sondern auch für eine Stadtgesellschaft, die sich selbst organisiert und die drängenden Probleme der kommenden Jahrzehnte angeht: die Klimakrise und die soziale Ungerechtigkeit.“

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Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
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Lukas Wittland

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