Dealer machen Zivil-Polizisten in Dortmund ein folgenschweres „Partyangebot“

Hauptbahnhof

Die Bundespolizei bezeichnet es als kuriosen „Black Sunday“-Deal: Drogen-Dealer haben am Hauptbahnhof Dortmund ausgerechnet zivilen Polizisten ein besonderes „Partyangebot“ gemacht.

von Joshua Schmitz

Dortmund

, 02.12.2019, 13:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dealer machen Zivil-Polizisten in Dortmund ein folgenschweres „Partyangebot“

Die Dealer haben versucht, den falschen Personen Marihuana zu verkaufen. © Peter Bandermann (Archivbild)

An dem berüchtigten Black-Friday-Wochenende gab es in Dortmund anscheinend mehr Sonderangebote, als die Bundespolizei erwartet hatte.

Am Sonntagmittag (1.12.) beobachteten mehrere zivile Beamten der Bundespolizei, wie sich vier Männer verdächtig in einem Gebüsch am Hauptbahnhof versteckten. Dabei kamen Sie regelmäßig wieder hervor und hantierten mit einer Plastiktüte.

„Ich mach dir Partyangebot, du bekommst zwei für 15 Euro“

Die Beamten entschieden sich kurzerhand zu den Männern zu gehen. Noch bevor sie sich als Bundespolizisten zu erkennen geben konnten, bot ihnen ein 21- Jähriger aus der Gruppe Drogen an: mit den Worten „Ich mach Dir Partyangebot, du bekommst zwei für 15 Euro“.

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Als die Polizisten antworteten und ihren Beruf verrieten, ging alles ganz schnell: Zwei Personen aus der Gruppe ergriffen sofort die Flucht. Der 21-Jährige und ein 37-Jähriger konnten jedoch festgenommen werden.

Männer wehrten sich gegen die Festnahme

Eine Streifenwagenbesatzung der Dortmunder Polizei kam zur Hilfe, weil sich die beiden Männer erheblich gegen die Festnahme wehrten. Unbeteiligte Passanten hatten diese über den Notruf alarmiert.

Bei den Festgenommenen wurde anschließend Marihuana sichergestellt. Gegen die beiden bereits polizeibekannten Männer wurde ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Drogenhandels eingeleitet.

Erst am Samstag hat sich ein ungeschickter 20-Jähriger direkt vor der Seitentür der Bundespolizeiwache einen Joint gedreht. Die Polizei konnte alles mit einer Überwachungskamera beobachten und holte den Mann auf die Wache. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.