Das wird aus dem Stadtparadies vor St. Reinoldi

dzEvangelischer Kirchentag

Der Kirchentag sollte auch Werbung für die Stadt sein. Und diese Hoffnung ist offenbar aufgegangen. Das zeigen die Erfahrungen im „Stadtparadies St. Reinoldi“. Das bleibt noch kurz erhalten.

Dortmund

, 26.06.2019 / Lesedauer: 3 min

„Kann das hier nicht stehen bleiben? Das war die wohl häufigste Frage, die Stadtkirchen-Pfarrer Michael Künstermann und die Vertreter der Stadt zu hören bekamen. Das „Stadtparadies St. Reinoldi“, der von TU-Studierenden entwickelte und gebaute hölzerne Vorbau an der Reinoldikirche, kam bei auswärtigen Kirchentagsbesuchern und bei Dortmundern gleichermaßen gut an.

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Die nur wenig tröstliche Antwort: Das „Stadtparadies“ mit seiner kleinen grünen Oase vor den Kirchenmauern bleibt noch bis Sonntag (30. Juni) stehen.

Danach wird die Leichtbau-Konstruktion abgebaut, um kurze Zeit später in neuer Form und Umgebung wiederzuerstehen - im Lichthof des Baukunstarchivs am Ostwall. Am Montag wurde dort schon Maß genommen. Der hölzerne Bogengang wird Kulisse für eine Ausstellung unter dem Titel „Traum und Wirklichkeit - Kosmos Architektur“, die vom 4. Juli bis 25. August am Ostwall zu sehen ist.

Platz wird neu gestaltet

Der Erfolg der Oase vor St. Reinoldi ist aber auch ein Fingerzeig für die Stadtplaner. Denn das Umfeld der Reinoldikirche soll ja mit dem endgültigen Ausbau des Boulevards Kampstraße ebenfalls neu gestaltet werden.

Während des Kirchentags war das Stadtparadies nicht nur Zugang zur „Wunderkirche“ St. Reinoldi, die großen Anklang fand, sondern wurde auch von Dortmunds Stadt- und Tourismuswerbern genutzt. Und die freuten sich ebenfalls über große Resonanz.

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„Wir sind total begeistert“, berichtet Sigrun Späte von Dortmund-Tourismus. Viele Kirchentagsbesucher hätten bei ihnen nachgefragt, was man in Dortmund unternehmen kann. „Die haben sich für die Stadt richtig interessiert. Und viele haben gesagt, sie kommen noch einmal wieder“, erzählt Sigrun Späte. Ihr Fazit zum Kirchentag: „Für Dortmund war das eine Super-Veranstaltung.“

Großes Interesse gab es auch an einem ernsten Thema, das mit Dortmund verbunden ist. An den Stadtrundgängen zum Thema Rechtsextremismus, die der Arbeitskreis Christen gegen Rechtsextremismus organisiert hat, nahmen an sechs Touren insgesamt 800 Menschen teil.

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Die Botschaft, dass es in Dortmund zwar ein Nazi-Problem gebe, aber auch viel dagegen unternommen werde, sei angekommen, ist Pfarrer Friedrich Stiller als Mitorganisator überzeugt. Als Gruppenführungen soll es die Stadtrundgänge weiterhin geben.

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