Ärger um Grundschul-Vordach: CDU wehrt sich gegen Aussage der Stadt

dzGrundschule in Dortmund

Das Vordach der Urbanus-Grundschule in Huckarde ist mehr als 40 Jahre alt. Seine Erneuerung steht schon lange fest – die Finanzierung sorgt hingegen für Ärger.

Huckarde

, 20.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Urbanus-Grundschule ist seit den 1990er-Jahren in dem ehemaligen Huckarder Hauptschul-Gebäude untergebracht. Das mehr als 40 Jahre alte metallene Vordach stammt noch aus der Zeit, in der dort Schüler von Klasse fünf bis zehn lernten.

Inzwischen hat es nicht nur das Ende der Hauptschule, sondern auch zahlreiche Grundschüler-Generationen überlebt. Dabei wünscht sich Schulleiter Hubert Pauli seit Jahren eine Erneuerung des Dachs. Grund dafür sind nicht nur die unzähligen rostigen Stellen und Löcher.

Bis Anfang des Jahres der lang ersehnte Zaun um das Schulgebäude errichtet wurde, erleichterten sich zudem nächtliche Party-Gänger unter dem Vordach oder deponierten Drogen in den Ritzen. „Die Stadt muss jetzt etwas tun“, forderte Hubert Pauli im Dezember 2019.

Vordach-Erneuerung lässt auf sich warten

Denn bei einem Ortstermin im Jahr 2018 habe die Stadt einen dringenden Handlungsbedarf festgestellt. Dennoch lässt die Erneuerung des Vordachs bislang auf sich warten. Zuletzt sagte Stadt-Pressesprecher Christian Schön, dass die Klärung der Finanzierung länger gedauert habe als geplant. Zudem habe die Bezirksvertretung (BV) Huckarde eine Finanzierung aus ihren Mitteln abgelehnt.

„Das stimmt so nicht“, sagt CDU-Bezirksvertreterin Claudia Brückel. „Die BV hat zugestimmt, den Neubau des Vordachs zu bezahlen, die Finanzierung des Abrisses sehen alle Parteien allerdings bei der Stadt, weil diese das Dach für nicht verkehrssicher erklärt hat.“

„Das Vordach ist zwar nicht mehr gut in Schuss, aber grundsätzlich verkehrssicher“, widerspricht Christian Schön auf Anfrage dieser Redaktion. Deshalb sei es problemlos möglich, mit seinem Abriss und Neubau zu warten.

Inzwischen sei allerdings klar, dass das Dach im Laufe des kommenden Jahres erneuert werde – und zwar ganz ohne eine Kostenbeteiligung der Bezirksvertretung. „Die Maßnahme wurde in das Jahresarbeitsprogramm 2021 aufgenommen“, erklärt Christian Schön. „Die Vorplanung ist bereits erfolgt.“

Stadt wusste von Beteiligungs-Angebot

Der Stadt-Pressesprecher betont, dass die Stadt von dem Beteiligungs-Angebot der Bezirksvertretung gewusst, jedoch eine andere Lösung der Finanzierung gefunden habe. Eine Ablehnung der Kostenübernahme sei nicht aus mangelnder Bereitschaft, sondern wegen einer fehlenden Aufschlüsselung in Abriss und Neubau erfolgt.

„Hier liefen offenkundig mehrere Kommunikationen zwischen Politik und Verwaltung parallel zueinander, so dass es zu Irritationen gekommen sein könnte“, sagt Christian Schön. Nun seien jedoch alle Unklarheiten beseitigt worden.

Der Abriss des alten sowie der Bau des neuen Vordachs werde voraussichtlich 60.000 Euro kosten.

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