Dieses kuriose Blitzerfoto zeigt einen 26-jährigen Dortmunder, der beide Mittelfinger in die die Kamera steckt und dabei versucht, seine Identität zu verbergen. © Polizei Dortmund
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Das sind Dortmunds fünf kurioseste Blitzer-Bilder

Jeden Tag werden in Dortmund etliche Autofahrer geblitzt. Die Dortmunder Polizei hat nun die fünf kuriosesten Bilder und ihre Geschichten veröffentlicht. Bei Nummer vier wurde es richtig teuer.

In Dortmund werden täglich hunderte Autofahrer geblitzt. Über die Jahre entsteht daraus bei der Dortmunder Polizei eine riesige Datenbank. Die Fotos sind nicht nur teuer für die Betroffenen, sondern offenbaren auch teils kuriose Geschichten.

Die fünf verrücktesten Bilder und ihre Geschichten hat die Dortmunder Polizei in dieser Woche auf Facebook veröffentlicht. Mit ins Rangking geschafft haben es unter anderem ein paar Mittelfinger, zwei komplett vereiste Autos und ein Brautpaar.

Platz 5

Unter dem Titel „Fast abgekratzt“ zeigt die Polizei zwei Bilder von Fahrzeugen, dessen Fahrer nicht nur zu schnell gefahren sind. Die Autos waren außerdem völlig vereist. Die Bilder entstanden am 21. Januar 2019 in der 30er-Zone der Oesterstraße.

Die Vereisung der Autos sorgte dafür, dass das Bußgeld für die zu schnellen Fahrer besonders teuer wurde. © Polizei Dortmund © Polizei Dortmund

„Die beiden Fahrer hatten sich die Mühen des Eiskratzens gespart, was eklatante Sichtbeeinträchtigungen zur Folge hatte“, schreibt die Polizei auf Facebook. Die Autos waren sechs bzw. sieben km/h zu schnell. Das hätte normalerweise ein Verwarngeld in Höhe von 15 Euro gekostet.

Durch das Führen eines nicht vorschriftsmäßigen Fahrzeugs wurde daraus jedoch ein 80-Euro-Bußgeld. Hinzu kamen 28,50 Euro Verwaltungsgebühren.

Platz 4

Auf dem vierten Platz des Blitzer-Rangkings landet nicht ein einzelnes Bild, sondern ganze 456. Im September 2015 habe ein Mann bei der Polizei angerufen, um einen vermeintlich defekten Blitzer auf der A2 in Richtung Hannover zu melden.

„Der Anrufer gab an, dass der Blitzer permanent auslösen würde und deshalb defekt sein müsste“, so die Polizei. Das war er jedoch nicht. Der Blitzer löste so oft aus, weil viele Fahrer zu schnell unterwegs waren.

Der Spitzenreiter der 456 zu schnell gefahrenen Menschen fuhr 150 km/h bei erlaubten 80. Damals bedeutete dies ein Fahrverbot von zwei Monaten und ein Bußgeld in Höhe von 440 Euro.

Platz 3

Auf Platz drei landet ein Mann, der während der Fahrt nicht angeschnallt war und „vor lauter Frust auch noch den langen Finger“ rausholte, wie die Polizei auf Facebook schreibt.

Dieser Fahrer zeigte seinen Mittelfinger in die Blitzer-Kamera – und damit war er nicht der einzige in diesem Rangking. © Polizei Dortmund © Polizei Dortmund

Die Polizei kontrollierte am 3. Juli 2019 per Brückenfotografie und erwischte den unangeschnallten Mann. Über das Gesicht und das Kennzeichen des Autos konnte die Polizei den Fahrer identifizieren. Er erhielt folglich eine Strafanzeige.

Platz 2

Ein Paar, das am Hochzeitstag zu schnell fuhr und geblitzt wurde, hat sich wahrscheinlich über das Verwarngeld geärgert. Über das dazugehörige Blitzerfoto scheint es sich jedoch gefreut zu haben.

Ein Paar wurde am Tag der Hochzeit geblitzt – und wollte das Erinerrungsstück unbedingt haben. © Polizei Dortmund © Polizei Dortmund

Ende 2018 habe sich ein 26-Jähriger bei der Polizei gemeldet. Er sei am Hochzeitstag im Mai 2018 mit seiner Ehefrau geblitzt worden. Das Originalbild sei vernichtet worden. Daher bat er die Polizeibeamten, ob sie ihm das Bild noch einmal zuschicken könnten. „Konnten wir. Ausnahmsweise“, so die Polizei.

Platz 1

Das Blitzerfoto, das es auf Platz eins des Rangkings geschafft hat, ähnelt auf den ersten Blick dem dritten Platz: Ein Mann streckt seine Mittelfinger in die Blitzer-Kamera. Diesmal sind es zwei anstatt einer.

Beide Mittelfinger in die Kamera gestreckt, die Nummernschilder und das Gesicht verdeckt: Der Mann, der der Polizei einen „Denkzettel“ verpassen wollte, schafft es auf Platz eins des Rangkings. © Polizei Dortmund © Polizei Dortmund

Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf: Der Mann versucht auf kuriose Weise, seine Identität zu verbergen. Er verdeckt sein Gesicht mit der heruntergeklappten Sonnenblende und hat die Nummernschilder seines Autos mit Zeitungspapier umwickelt.

Geblitzt wurde der 26-jährige Dortmunder mit Tempo 55 in der 30er-Zone der Varziner Straße. Das hätte ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro bedeutet, wären da nicht die beiden Mittelfinger gewesen, die das Bußgeld doppelt so hoch ausfielen ließen.

Trotz all seiner Bemühungen, die Identität zu verbergen, kam die Polizei dem Mann über einen Schriftzug an der Heckscheibe des Autos auf die Schliche.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2000 in Heinsberg geboren, seit 2020 als freier Mitarbeiter bei den Ruhr Nachrichten. Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund. Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen im Lokaljournalismus gemacht - und dort fühle ich mich zuhause.
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Nick Kaspers

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