Das passiert auf den Friedhöfen im Dortmunder Westen – und das nicht

dzStädtische Friedhöfe

Neue Wege, neue Bänke: Einige städtische Friedhöfe im Dortmunder Westen werden gerade hergerichtet. Doch alle Bürgerwünsche kann die Stadt nicht erfüllen.

Lütgendortmund

, 09.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Friedhöfe im Dortmunder Westen waren in den vergangenen Monaten einige Male Thema in der Bezirksvertretung Lütgendortmund. Nun liegen dem Gremium Antworten der Verwaltung vor.

Der Friedhof Bövinghausen und seine Trauerhalle:

In ihrer Februar-Sitzung 2019 regte die Bezirksvertretung Lütgendortmund in einem SPD-Antrag die Sanierung der Trauerhalle auf dem Bövinghauser Friedhof und den Bau einer zusätzlichen Überdachung für größere Trauerfeiern an. In einem Schreiben vom 10. September 2019 an die Bezirksvertretung weist Stadtrat Arnulf Rybicki darauf hin, dass die Sanierungsarbeiten in der Trauerhalle bereits liefen. Der Austausch aller Fenster und die Verglasung des Oberlichts der Eingangstür stünden noch aus, der Auftrag für die Ausführung sei aber bereits erteilt.

Eine zusätzliche Überdachung von 30 Quadratmetern würde rund 35.000 Euro kosten, so Arnulf Rybicki. Mit Blick auf die Statistik sei das aktuelle Platzangebot ausreichend, meint der Stadtrat: 2018 hätten 39 Trauerfeiern mit Hallennutzung auf dem Friedhof Bövinghausen stattgefunden, einzig bei einer Beisetzung mit 300 Personen habe der vorhandene Platz nicht ausgereicht. „Das gilt allerdings für alle anderen städtischen Friedhöfe – außer dem Hauptfriedhof – genauso.“

Der Friedhof Bövinghausen und seine Toilette:

Ebenfalls in ihrer Februar-Sitzung 2019 gab die Bezirksvertretung den Bürgerwunsch weiter, dass die Toilettentür auf dem Friedhof in Bövinghausen mit einem Schließmechanismus ausgestattet werden soll – damit sie jederzeit mit Hilfe eines Chips oder einer Münze geöffnet werden kann. Diesem Wunsch erteilt Arnulf Rybicki eine Absage.

Weil es sich nicht um eine barrierefreie Toilette handelt, dürfe kein sogenanntes Euroschloss eingebaut werden. Darüber hinaus würden Fachfirmen den Einbau einer Münz- oder Chiplösung im Außenbereich nicht empfehlen. Auch eine dauerhafte Öffnung, die in der Vergangenheit zu Vandalismusschäden geführt habe, komme nicht in Frage, so Arnulf Rybicki.

Bei Trauerfeiern werde die Toilette weiterhin geöffnet, außerdem könnten Personen, die den Friedhof regelmäßig aufsuchen, kostenfrei einen Schlüssel auf dem Friedhof Lütgendortmund unter Tel. (0231) 63 44 19 beantragen.

Das passiert auf den Friedhöfen im Dortmunder Westen – und das nicht

Die Politiker wünschen sich eine zusätzliche Überdachung für die Trauerhalle auf dem Friedhof Bövinghausen. Die Verwaltung hält das nicht für nötig. © (A) Matthias vom Büchel

Der Friedhof Kley und seine Bänke:

Im Juli 2019 beantragte die BV neue Bänke für den Friedhof Kley. Den kleinen, idyllischen Friedhof würden ältere Bürger als Treffpunkt nutzen, allerdings seien die Bänke in die Jahre gekommen und müssten ausgetauscht werden, schreibt SPD-Sprecher Andreas Lieven in seinem Antrag. Nun gibt Stadtrat Arnulf Rybicki grünes Licht: Er stellt der BV in Aussicht, dass die Bänke auf dem Friedhof ausgetauscht werden. „Zurzeit laufen die Ausschreibungen für einen stadtweiten Rahmenvertrag für Bänke. Das Verfahren steht kurz vor dem Abschluss“, schreibt er. Nach der Auftragserteilung würden neuen Bänke baldmöglichst auf dem Friedhof in Kley aufgestellt.

Der Friedhof Oespel und sein Wege-Ausbau:

Bereits im November 2018 kritisierte eine Bürgerin die Vorgehensweise der Wegearbeiten auf dem Friedhof in Oespel. Sie bemängelte, dass nicht die Hauptwege, sondern Nebenwege, an denen sich wenige Grabstätten befänden, hergerichtet würden. Auch dazu nimmt Arnulf Rybicki Stellung. Die späte Antwort erklärt er damit, dass sich aufgrund umfangreicher Wege- und Grabfelderneuerungen die Situation mittlerweile anders darstelle. „In den letzten drei Jahren sind circa 150.000 Euro in den Wegeausbau auf dem Friedhof Oespel investiert worden. So weisen die Hauptwege und der überwiegende Teil der Erschließungswege zu den Grabfeldern jetzt einen Pflasterbelag auf.“

Der Friedhof Lütgendortmund und seine Lautsprecheranlage:

Noch nicht beantwortet wurde der SPD-Antrag aus der September-Sitzung 2019. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, die Funktionalität der Lautsprecher auf dem Friedhof Lütgendortmund zu prüfen und sie gegebenenfalls mit Mitteln der Friedhofsverwaltung zu reparieren.

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