Darum stockt die Organisation eines zweiten Bücherschranks in Eving

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Dreimal schon hatten CDU und Grüne in der Bezirksvertretung in Eving einen Antrag auf einen zweiten Bücherschrank gestellt, dreimal wurde er abgelehnt. Nun stocken auch aktuelle Bemühungen.

Eving

, 30.08.2019, 17:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass es so schwer sein würde, einen zweiten Bücherschrank in Eving aufzustellen, hätte sie nicht gedacht, gibt Petra Frommeyer (CDU) zu. „Lesen ist wichtig und nicht jeder hat das Geld, um sich selbst Bücher zu kaufen. Da ist ein Bücherschrank schon sinnvoll“, findet die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin.

Schon dreimal hatte ihre Partei, die CDU, gemeinsam mit den Grünen den Antrag auf einen zweiten Bücherschrank in der Bezirksvertretung gestellt. Dreimal war dieser gescheitert. Doch nach der letzten Niederlage hatten die Politiker dennoch Hoffnung, denn den Gegnern des Vorschlags fehlte lediglich ein Trägerverein in dem Antrag.

„Nicht viele Probleme erwartet“

„Also haben wir uns auf die Suche gemacht“, berichtet Petra Frommeyer. Viele Probleme habe sie dabei nicht erwartet - schließlich gibt es in Eving bereits einen gut funktionierenden Bücherschrank. Im Pued-Gebäude an der Deutschen Straße 7 können sich die Evinger jederzeit ein Buch mitnehmen und ein anderes wieder reinlegen.

Der Schrank dort ist sehr gut frequentiert, berichtet Marion Kleinofen, die leitende medizinische Fachangestellte, die sich um den Bücherschrank kümmert: „Es läuft richtig gut. Viele Menschen kommen, setzen sich erstmal hierhin und lesen ein Buch an und nehmen es dann mit nach Hause.“ Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei, von Kinderbüchern über spannende Thriller bis hin zu schönen Liebesgeschichten.

Richtige Probleme hatte Marion Kleinofen noch nie mit ihrem Herzensprojekt: „Eigentlich gab es nie Schwierigkeiten. Das einzige, was einmal war, waren zu viele Bücher im Schrank. Aber das ist ja kein wirkliches Problem.“ Nach einem Vermerk, vorerst nur Bücher rauszunehmen und keine reinzulegen, sei schnell alles wieder beim Alten gewesen.

Vorbild steht im Kaiserstraßenviertel

Mit den Vorerfahrungen aus dem PueD scheint die Idee eines zweiten Bücherschranks nur logisch. Auch für die Pflege hatten sich bereits zwei Bezirksvertreter gefunden, die Finanzierung könnte die Bezirksvertretung übernehmen. Vorbild ist der Bücherschrank im Kaiserstraßenviertel, denn „da klappt es wunderbar“, wie Petra Frommeyer berichtet.

Doch trotz der klaren Vorstellungen und der guten Pläne: Einen Trägerverein haben die Bezirksvertreter bisher nicht gefunden. Für den Moment liege die Aktion deshalb nun auf Eis - zumindest vorerst. „Wir suchen weiter nach einem Trägerverein und hoffen, dass sich da jemand findet“, so die Bezirksvertreterin.

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