Stadt erläutert kuriose Radweg-Planung für den Hauptfriedhof

dzFriedhöfe in Dortmund

Dortmunds wohl ungewöhnlichster Radweg wird ab dem nächsten Jahr über den Hauptfriedhof führen. Jetzt erklärt die Stadt, warum man auf diese Idee kam.

Brackel

, 25.07.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wegen des Ausbaus der B1 auf sechs Spuren wird es für den Radweg, der aktuell direkt an der Bundesstraße vorbeiführt, eng. Aus diesem Grund soll ein 500 Meter langes Stück des Radwegs direkt über den Dortmunder Hauptfriedhof in Brackel geleitet werden.

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Christian Schön, Pressesprecher der Stadt Dortmund, erklärt jetzt die Hintergründe dazu, wie es zu diesem ungewöhnlichen Plan kam. „Durch den Ausbau der B1 zur A40 ist für den vorhandenen Radweg zwischen B1 und Friedhofsmauer bei den Planungen kein Platz mehr“, sagt er.

Der Friedhofsweg solle laut Schön zu einem gemischten Weg für Fußgänger und Radfahrer werden. Damit sich die beiden Gruppen nicht in die Quere kommen, werde es jeweils abgetrennte Bereiche und Wegführungen geben, die durch verschiedene Farben auf dem Boden gekennzeichnet werden.

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Im Bereich des „nicht besonders häufig frequentierten“ Weges gebe es auch nur wenige Gräber, die regelmäßig von Trauernden besucht würden, so Schön. „Die Mauer, die den Friedhof zur B1 abgrenzt, steht mit dem Gesamtensemble des Friedhofs zusammen unter Denkmalschutz“, sagt der Pressesprecher. Daher könne die Mauer nicht versetzt werden.

Baubeginn steht noch nicht fest

Die Baumaßnahme gehöre zum abgestimmten Gesamtpaket des B1-Ausbaus. Durchgeführt werde der Bau des Radwegs von der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH). Das Unternehmen teilte auf Anfrage mit, dass der Weg im ersten Quartal 2021 fertig werden soll.

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