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Darum bleibt die Bahnhofsmauer in der Übelgönne übel anzuschauen

dzUmbau im Unionviertel

1,65 Millionen Euro werden rund um das FZW investiert. Die Straße Übelgönne soll bald gar nicht mehr so übel sein. Eckard Ruttkowski hält das aus einem Grund für einen schlechten Witz.

Unionviertel

, 07.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Dass rund ums Freizeitzentrum-West (FZW) an der Ritterstraße für über 1,6 Millionen Euro alles schön gestaltet wird, am Ende aber die dunkle und beschmierte Bahnhofsmauer entlang der Straße Übelgönne unverändert bleibt, mag Eckard Ruttkowski kaum glauben. Er wohnt an der Friedrichstraße und kommt regelmäßig über die Übelgönne in die City.

Mauer an der Übelgönne gehört der Bahn

Die Überschrift „Neuer Charme statt Hinterhofcharakter“, die über dem ganzen Umbauprojekt steht, hält der 69-Jährige für einen schlechten Witz: „Am Ende haben wir eine tolle Straße, aber die hässliche Mauer, die der Bahn gehört, bleibt. Da sollte sich der OB Ullrich Sierau statt mit dem WDR in Sachen „Tatort“ besser mal mit der Bahn anlegen.“

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„Das tut er“, versichert Susanne Linnebach, Leiterin des Amtes für Stadterneuerung, auf Anfrage. „Wir haben versucht, auch eine Gestaltung der Arkaden an der Ecke zur Unionstraße und die weitere Bahnhofsmauer in die Umgestaltung einzubeziehen. Das ist uns nicht gelungen“, sagt Linnebach.

Abrissgenehmigung für die Arkaden liegt vor

Die Arkaden gehörten früher zum Brauerei-Gelände rund um den U-Turm und sind noch heute im Besitz der Radeberger Gruppe. Da aber auf den Arkaden Leitungen der Deutschen Bahn liegen, so Susanne Linnebach, konnten sich beide Parteien bisher nicht auf einen Abriss der Arkaden einigen – obwohl eine Abrissgenehmigung vorliege. „Wir können dort deshalb nichts ändern. Ebenso auch nicht an der weiteren Mauer, die nicht in unserer Zuständigkeit liegt. Das ist für uns auch ärgerlich, und der Oberbürgermeister regt sich auch über die Bahn auf“, so Linnebach.

Bahn ohne Budget

Tatsächlich wurde die Deutsche Bahn von der Stadt angeschrieben, um eine „nachhaltige Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes von nicht im städtischen Eigentum stehenden Brücken und verwahrlosten Grundstücken“ zu erreichen.

Darum bleibt die Bahnhofsmauer in der Übelgönne übel anzuschauen

Die Bauarbeiten an der Übelgönne laufen schon, aber an der verschmierten Bahnhofsmauer darf wohl nichts geändert werden. © Peter Wulle

Die Bahn antwortete, dass man seiner Verantwortung zur Instandhaltung der Anlagen nachkomme. Für eine kontinuierliche Anlagenverschönerung aber reiche ihr Budget nicht aus. Aktuell liegt dieser Briefwechsel gerade den Ratsmitgliedern zur Kenntnisnahme vor.

Eckard Ruttkowski und viele weitere Dortmunder werden also weitere Jahre mit den Schmierereien auf der dunklen Wand an der Übelgönne leben müssen.

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