Darum bleibt der Blindgänger am Kalmeichweg einfach liegen – und die Baugrube offen

dzBombe am Kalmeichweg

Facebook-User sorgen sich um den Blindgänger am Kalmeichweg. Die Grundstückseigentümer wissen seit vier Jahren von der Bombe – und rühren sich nicht. Darum kann die Stadt nichts tun.

Oestrich

, 22.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine nicht endgültig verfüllte Baugrube und ein beschädigter Bürgersteig – das waren ursprünglich die größten Ärgernisse für die Anwohner des Kalmeichweges. Doch inzwischen ist klar: Das eigentliche Problem schlummert im Boden. Auf dem Grundstück Kalmeichweg 9 wurde ein Blindgängerverdachtspunkt festgestellt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dort eine Bombe im Boden liegt. Vor vier Jahren wurde der Eigentümer erstmals darüber informiert.

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Das Ordnungsamt der Stadt Dortmund hat in einem Schreiben mitgeteilt, dass dieser einer Überprüfung des Verdachtspunktes zustimmen muss. Betroffen ist auch die Hausnummer 11, da sich der Überprüfungsradius bis dahin erstreckt. Gerührt haben sich die Eigentümer bislang nicht.

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Grundstückseigentümer melden sich nicht

„Es handelt sich um eine latente, keine akute Gefahr“, erklärt Stadt-Pressesprecher Christian Schön. „Somit besteht keine Handlungspflicht für den Grundstückseigentümer.“ Die Verfüllung der Baugrube könnte durch die Erschütterung des Bodens jedoch gefährlich für den Blindgänger und vor allem für die Anwohner werden – deshalb liegt die Baustelle seit einem Jahr brach. Auch das wissen die Grundstückseigentümer.

Das Problem: Die Stadt kann sie nicht zwingen, der Überprüfung zuzustimmen. „Der Eigentümer ist rechtlich nicht verpflichtet, auf die Schreiben zu reagieren“, sagt Schön. „Warum werden da nicht gerichtliche Zwangsmaßnahmen eingeleitet?“, fragen deshalb besorgte Facebook-User. Eine Anfrage, ob und welche anderen Maßnahmen die Stadt ergreifen könnte, läuft.

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