Corona-Krise: Dortmunder Top-Restaurants bieten Essen außer Haus an

Liefer- und Abholservices

Aktuell steht Dortmunds Gastronomie wegen des Coronavirus still. Einige Restaurants und Lokale haben kurzerhand umgerüstet und bieten ihre Küche nun auch außer Haus an. Eine Auswahl.

Dortmund

von Tom Thelen

, 31.03.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das „Vida“ von Ciro de Luca und Dortmunds einzigem Sternekoch Michael Dyllong bietet Gerichte zum Mitnehmen an - nur eines von vielen gehobenen Dortmunder Restaurants, die sich mit der Corona-Krise arrangieren.

Das „Vida“ von Ciro de Luca und Dortmunds einzigem Sternekoch Michael Dyllong bietet Gerichte zum Mitnehmen an - nur eines von vielen gehobenen Dortmunder Restaurants, die sich mit der Corona-Krise arrangieren. © Oliver Schaper (Archibild)

Die Dortmunder Gastronomie erstarrte kurz angesichts der neuen Vorschriften rund um das Virus. Doch dann schüttelten sich die Restaurantbetreiber, dachten nach und brachten eine ganze Reihe kreativer Ideen auf die Schiene, um weiterzumachen.

Denn das Geschäft ganz den eher einfach gestrickten Lieferservices zu überlassen, ist keine Alternative. Schließlich gibt es auch Gäste, die weiterhin die eher gehobenere Küche bevorzugen. Eine kleine (naturgemäß unvollständige) Auflistung für Dortmund (Stand: 7.4.):

Dortmunder Süden

Vida: Als Sternekoch hat es Michael Dyllong nicht ganz einfach, seine Kreationen in Take-Away-Verpackungen zu zwängen. Zum Glück verfügt er über mehrere Konzepte, und so ist es sein Vida in Kirchhörde, das seinen kulinarischen Spirit den mobil-distributierenden Zeiten anzuverwandeln versucht. Den Abholservice mit Lammcurry, Ochsenbäckchen, Pasta mit Krustentierschaum, Hummer und Jakobsmuscheln sowie Königsberger Klopsen auf der Kinderkarte gibt es an der Hagener Straße 231.

Jia: Mit einem hübschen Video machte das Jia auf sich aufmerksam. Es zeigte eine Kundin bei der Abholung der wunderbar zu Hause zu reaktivierenden Speisen aus der Manufaktur der nordchinesisch-mongolischen Küche von Dorna. Ihr wird das verpackte Spezialitätenpaket per Besenstiel sehr hygienisch aus der Hintertür gereicht. So geht es auch.

Overkamp: Eine Gastronomie, die über 300 Jahre alt ist, kennt die Zeitläufe mit Kriegen und Krankheiten. Heute ist Günther Overkamp einmal mehr vortrefflich aufgestellt und hat wohl als erster schon Spargel to go im Angebot. Natürlich aus der Region. Daneben den Henkelmann sowie Warmes und Kaltes to go.

Restaurant Jägerheim: Regionales Soulfood könnte man die Speisekarte vom Jägerheim nennen. Schnitzel, Rouladen, Sauerbraten in handgemachter Hausmannsart. Das beeindruckt auch zuhause. Das Jägerheim hat inzwischen sogar einen Bringdienst auf die Beine gestellt.

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Chimichurri: Auch auf so etwas wie argentinisches Streetfood muss der Gourmet nicht verzichten. Es liefert das Restaurant vom Phoenix-See mittwochs bis Montag aus.

Dortmund-Mitte

Miss Mai: „Bleibt gesund, esst mehr Nudeln“ meint Chen Dorsch, die Frau hinter Miss Mai, „Miss Mais Kuchenbar“ und dem No More Rice. Sie ist eine Ausnahme, bei ihr ist derzeit Abholung nicht möglich, jedoch ab 25 Euro Lieferdienst. Nimmt der Besteller auch etwas vom raffinierten Kuchen ab, dann ist der Mindestbestellwert leicht zu erreichen.

Labsal: Auch die schwäbische Küche in Westfalen bleibt stabil. Take-Away-Maultaschen gibt es als Gerichte oder wahlweise vakuuminiert im Zweier-Pack. In der Krise wirkt so eine Pulled-Reh-Maultasche Wunder in Sachen Motivation. Genauso wie ein 400-Milliliter-Eisbecher von den Nachbarn vom Kugelpudel.

Das schwäbische Restaurant Labsal im Unionviertel bietet auch Gerichte zum Mitnehmen an.

Das schwäbische Restaurant Labsal im Unionviertel bietet auch Gerichte zum Mitnehmen an. © Oliver Schaper (Archivbild)

60 Seconds To Napoli: Die Edel-Pizza-Manufaktur steigt am 1. April ins Liefergeschäft ein.

Westermanns: Die Dortmunder Filiale des Westermanns, das Deli, liefert ausschließlich, Lünener Stammgäste haben die Auswahl und können die Speisen auch abholen. Auch ein Pfefferpotthast ist im Angebot. Für die westfälische Seele.

Grüner Salon: Ganz frisch angelaufen ist der Mittagstisch-Verkauf aus dem Fenster des Grünen Salons auf dem Nordmarkt. Nette Bowls, coole Sandwiches (Pastrami) und schöne Suppen.

Buffalo Beef: Leider hat das Eck-Lokal im letzten Jahr schon für den Alltag aufgegeben. Jetzt feiert man mit einer Futterluke eine Art Comeback. In Tüten zum Warmmachen wird das gute Essen aus der Dieckmann’s-Küche angeboten.

Olaf’s: Hier startet der To-Go-Verkauf am Mittwoch, 8.4. Vor allem die Burger haben viele vermisst. Dazu gibt es auch die beliebten Craft-Biere.

Dortmunder Nordosten

Hof Mowwe: Auch hier muss der Gast das Auto nicht verlassen, um beispielsweise an „Mowwe´s Frikadelle mit Spiegelei auf Kartoffelpüree & Rahmwirsing“ zu kommen. Mittags und Abends gibt es einfache und richtig gut gemachte Gerichte im Drive-In.

Dortmunder Westen

Keglerklause: Jens Niederste-Berg betreibt in seiner gutbürgerlichen Gaststätte in Oespel seit Sonntag (29.3.) ein Schnitzelfenster mitten im Ortskern von Dortmund-Oespel. Vorbestellen unter Tel. 0231 65 16 81.

Ruhrgebiet geht aus

Dortmunds Gastro-Szene im Überblick

Dieser Artikel stammt von den Kollegen des Gastro-Magazins „Ruhrgebiet geht aus“. Sie bieten regelmäßig einen Überblick über die Restaurant-Szene der Region.
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