Corona-Verstöße in Dortmunds Außenbezirken: Laden Phoenix-See und Co. zum Regeln-Brechen ein?

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Auf dem gesamten Dortmunder Stadtgebiet kommt es zu Corona-Verstößen. Ob der Dortmunder Süden dabei ein Hotspot ist und welche Verstöße es bisher gab, erklärt Maximilian Löchter.

Aplerbeck, Hörde, Hombruch

, 22.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dortmunder, die keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, sich nicht an das Abstandsgebot oder das Ansammlungsverbot halten oder sich in Bus und Bahn entgegen der geltenden Corona-Regeln benehmen, begehen sogenannte Corona-Verstöße.

Die Dortmunder Polizei und das Ordnungsamt sammeln Daten zu diesen Verstößen und unterscheiden dabei in ihrer Statistik zwischen drei Bereichen: Innenstadt, Nordstadt und Dortmunder Außenbezirke. Aufgeschlüsselte Zahlen für den Dortmunder Süden und seine Stadtbezirke Hörde, Hombruch und Aplerbeck gibt es also nicht.

Dennoch gibt Stadt-Pressesprecher Maximilian Löchter im Gespräch mit der Redaktion einen Einblick in die allgemeine Statistik und eine Einschätzung zur Lage in den südlichen Stadtbezirken.

Zweite Novemberwoche: 30 schwerere Verstöße

Als Beispiel dienen Zahlen aus der vergangenen Woche (9.-12.11.). Innerhalb dieser vier Tage mussten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die bei ihren Corona-Streifzügen oftmals von Polizei-Beamten begleitet werden, knapp 1500 „Aufklärungsgespräche“ hinsichtlich der geltenden Corona-Regeln führen, 93 davon auf Grundlage von Beschwerden aus der Bürgerschaft.

In 30 Fällen handelte es sich um schwerere Corona-Verstöße, bei denen eine Verwarnung nicht ausreichte – entweder aufgrund des Vergehens selbst oder der Uneinsichtigkeit bei der Ansprache durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes.

Am Phoenix-See war es im ersten Lockdown sehr leer, im „Lockdown light“ tummeln sich hier bei schönem Wetter zahlreiche Menschen.

Am Phoenix-See war es im ersten Lockdown sehr leer, im „Lockdown light“ tummeln sich hier bei schönem Wetter zahlreiche Menschen. © (A) Stephan Schütze

Die Personalien wurden aufgenommen, in 25 Fällen wurden Verwarngelder fällig, in fünf Fällen schrieben die Ordnungsamts-Mitarbeiter Anzeigen wegen ordnungswidrigem Verhaltens.

„Das Bußgeld ist abhängig vom Verstoß“, erklärt Stadt-Pressesprecher Maximilian Löchter. Je nachdem werden 50 bis 5000 Euro fällig. Wird jemand zwei Mal erwischt, kann sich das Bußgeld sogar verdoppeln. Zu den schwerwiegenderen Verstößen zählt dabei beispielsweise der unzulässige Betrieb eines Restaurants oder einer Kneipe.

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In Aplerbeck gilt die Maskenpflicht im Freien auf dem Marktplatz.

In Aplerbeck gilt die Maskenpflicht im Freien auf dem Marktplatz. © Oliver Schaper

Maskenpflicht gilt auch in den Stadtbezirken

In den Außenbezirken sei das jedoch bislang nicht passiert. Es handele sich eher um typische Verstöße wie einen fehlenden Mund-Nasen-Schutz. Dabei gilt auch in den Fußgängerzonen der Stadtbezirke von 9.30 bis 18.30 Uhr die Maskenpflicht im Freien, innerhalb von Geschäften und anderen Einrichtungen sowieso.

„Wir empfehlen aber auch im privaten Bereich die Einhaltung der AHA-Regeln, da wir diesen aufgrund der rechtlichen Lage nicht kontrollieren dürfen“, sagt Maximilian Löchter. Hotspots für Corona-Verstöße gebe es indes in den Außenbezirken nicht.

In Hombruch, Hörde und Aplerbeck sowie explizit am Phoenix-See als beliebtes Freiluft-Ausflugsziel gebe es derzeit keine besondere Häufung oder Schwere der Corona-Verstöße.

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