Die EDG sammelt die ausgedienten Weihnachtsbäume ein. Im vergangenen Jahr hatten sie aber Unterstützung vom Jugendrotkreuz (JRK) und anderen Initiativen. © DRK
Weihnachtsbaum-Entsorgung

Corona sorgt für Probleme bei der Abholung der Weihnachtsbäume

Die Mitarbeiter der EDG holen bald die ausgedienten Weihnachtsbäume ab und entsorgen sie. Dieses Jahr müssen sie aber ohne ehrenamtliche Helfer auskommen – das ist ein Problem.

Die Mitarbeiter der Entsorgung Dortmund (EDG) müssen bei der kommenden Sammelaktion der Weihnachtsbäume ohne ehrenamtliche Helfer auskommen. Dadurch entsteht deutlich mehr Arbeit für die Angestellten. Die EDG ist dennoch davon überzeugt, die Bäume innerhalb eines Tages wegschaffen zu können.

Am 9. Januar, am ersten Samstag nach dem Dreikönigstag, sammeln und entsorgen die Mitarbeiter der EDG die Dortmunder Weihnachtsbäume. Ehrenamtliche Initiativen wie das Jugendrotkreuz oder die Jugendfeuerwehr unterstützen sie normalerweise dabei – aber nicht in diesem Jahr.

Keine ehrenamtliche Hilfe wegen Kontaktbeschränkung

„Wegen der anhaltenden Kontaktbeschränkungen verzichten wir dieses Jahr auf die Hilfe der Ehrenamtler“, sagt EDG-Sprecherin Petra Hartmann auf Anfrage unserer Redaktion. Schon vorher hätten sich einige Ehrenamtler gemeldet, in diesem Jahr wegen der Pandemie nicht mithelfen zu wollen.

Die Mitarbeiter der EDG sind von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Hartmann erklärt: „Wir sind als systemrelevanter Betrieb eingestuft und müssen grundsätzlich tätig werden.“ Auf den Anlagen der Kunden hätten die Angestellten klare Hygiene-Regeln: Maskenpflicht, Hände desinfizieren und Abstand.

„In den Fahrzeugen der Straßenreinigung und Müllabfuhr tragen die Kollegen Masken. Wenn sie sich draußen bewegen, können sie bei ihrer Tätigkeit auch die Maske absetzen“, so Perta Hartmann.

146 Mitarbeiter in 83 Revieren im Einsatz

Durch den Wegfall der ehrenamtlichen Helfer werden bei der Sammelaktion mehr EDG-Mitarbeiter im Einsatz sein. 146 Angestellte werden mit 39 Fahrzeugen in 83 Sammelrevieren die Bäume einsammeln, heißt es in einer Pressemitteilung der EDG vom Dienstag (29.12.).

Die Sammelaktion wird vergütet wie ein normaler Dienst. Ein Pflichtsamstag ist sie für die Angestellten nicht: „Wir haben rund gefragt, wer denn diesen zusätzlichen Dienst gerne haben möchte“, sagt Hartmann. Somit sei die EDG auf jene 146 Mitarbeiter gekommen, die nun die Bäume einsammeln und entsorgen werden.

Genervt seien die Angestellten wegen der Mehrarbeit nicht gewesen. Hartmann meint: „Manchen macht die Arbeit bestimmt auch Spaß. Die Freiwilligkeit zeigt ja, dass das nicht auf Schwierigkeiten zwischen den Mitarbeitern stößt.“

Ein Baum bleibe „im Zweifel halt auch mal liegen.“

Die Weihnachtsbaum-Sammlung sei auf den Samstag festgelegt. Trotz der fehlenden Ehrenamtler ist sich Hartmann sicher, dass die Mitarbeiter für die Aktion auch nur diesen einen Tag benötigen. Jedoch meint sie auch: „Wenn natürlich jemand seinen Baum erst sehr spät am Nachmittag rauslegt und die Tour ist da schon gewesen, dann bleibt so ein Weihnachtsbaum im Zweifel halt auch mal liegen.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
2000 in Heinsberg geboren, seit 2020 als freier Mitarbeiter bei den Ruhr Nachrichten. Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund. Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen im Lokaljournalismus gemacht - und dort fühle ich mich zuhause.
Zur Autorenseite
Nick Kaspers

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.