Corona-Maßnahmen werden in Dortmund gelockert – die Kontrollen bleiben

dzSchutzverordnung

Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie werden immer weiter aufgeweicht. Für alle Beteiligten keine leichte Situation. Stadt und Polizei wollen den „Kontrolldruck“ weiter hoch halten.

Dortmund

, 09.05.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Frühjahr 2020 wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Die Corona-Pandemie ist eine dynamische Krise. Immer wieder müssen sich die Menschen seit Mitte März auf neue Verbote und Auflagen einstellen.

Mittlerweile werden diese Einschränkungen aber auch unter Vorbehalt nach und nach gelockert.

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Bürger, Polizei und Ordnungsamt müssen sich immer wieder auf neue Regelungen einstellen

„Das ist eine große Herausforderung, keine Frage“, sagt Polizeisprecher Gunnar Wortmann auf Anfrage. Über die technischen Kommunikationswege funktioniere es aber bislang sehr gut. Ähnliches gelte für das städtische Ordnungsamt, teilt Stadtsprecher Maximilian Löchter mit.

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Wie Rechtsdezernent Norbert Dahmen unlängst auf einer Pressekonferenz erklärte, sei es jedoch auch „von Woche zu Woche schwieriger kommunizierbar“, warum das eine Verbot noch bestehe, während das andere gelockert werde.

Das habe vor allem mit dem „Hin und Her“ der Landesregierung zu tun, sagte OB Ullrich Sierau an gleicher Stelle.

Heißen gelockerte Maßnahmen auch gelockerte Kontrollen?

Doch bedeuten gelockerte Maßnahmen auch, dass die Kontrollen gelockert werden? Ja und nein. Insgesamt werden die Zahlen für aktiv durchgeführte Kontrollen und dabei gefundene Verstöße runtergehen, erklärt Gunnar Wortmann.

Der Grund dafür ist jedoch ein einfacher: „Es wird weniger kontrolliert, weil auch weniger verboten ist“, sagt er. Dementsprechend gebe es weniger Verstöße, die zu ahnden sind.

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Im Umkehrschluss heißt das jedoch nicht, dass Ordnungsamt und Polizei mit weniger Streifen auf den Straßen unterwegs seien.

Im Rahmen der personellen Möglichkeiten werde auch seitens des Ordnungsamtes der sogenannte „Kontrolldruck“ hoch gehalten werden, sagt Stadtsprecher Maximilian Löchter.

„Den gemeinsamen Erfolg der letzten Wochen nicht kaputt machen“

Wie Polizeisprecher Wortmann es formuliert: „Die Maßnahmen werden gelockert und nicht die Kontrollen.“ Nach wie vor gebe es strikte Auflagen. „Wir werden Verstöße auch nach den neuen Regelungen konsequent ahnden.“

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Damit steigt Wortmann in das Credo von Polizeipräsident Gregor Lange ein. Dieser richtete bereits zu Ostern einen deutlichen Appell an die Dortmunder Bürger.

Er wiederholte ihn im Nachgang zu einer Festnahme in der City von Samstag (2.5.) und im Hinblick auf Anti-Corona-Demonstrationen:

„Es ist sehr wichtig, dass wir jetzt nicht nachlassen, damit wir uns den gemeinsamen Erfolg der letzten Wochen nicht kaputt machen. Deshalb müssen wir als Polizei weiter unseren Beitrag leisten und die Corona-Schutzverordnung durchsetzen.“

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