In Tübingen können die Bürger mit einem Tagesticket Restaurants, Geschäfte und Kulturveranstaltungen besuchen. Dortmund will ein vergleichbares Modell. © picture alliance/dpa
Bewerbung bei Land NRW

Corona-Lockerungen: Dortmund will „Tübinger Modell“

Kommt das Tübinger Modell nach Dortmund? Die Stadt hat sich für einen Modellversuch beworben, in dem unter anderem durch eine Teststrategie die Corona-Beschränkungen gelockert werden können.

Das teilte Oberbürgermeister Thomas Westphal am Donnerstag (25.3.) in der Ratssitzung mit. Dortmunds Bewerbung habe man am Morgen an den Staatssekretär des zuständigen Wirtschafts- und Innovationsministeriums herangetragen, so Westphal.

Dabei sei zu prüfen, was von der No-Covid-Strategie der Technischen Universität (TU) Dortmund auf die Stadt übertragbar sei. Westphal: „Wir wollen auch das Fraunhofer-Institut miteinbeziehen.“ Das habe mit seiner Expertise das Testzentrum im Konzerthaus unterstützt.

Stadt will Osterferien nutzen, um Teststrategie zu entwickeln

Nach dem Beispiel des „Tübinger Modells“ könnte eine Teststrategie unter bestimmten Voraussetzungen zu einer teilweisen Öffnung von Handel, Gastronomie und Kulturveranstaltungen zu kommen.

„Wir sind gewillt, diese Teststrategie für uns zu entwickeln, wenn das Land uns dabei begleitet“, sagte der Oberbürgermeister, „wir sind gewillt, die Osterferien genau dafür zu nutzen.“

Viele Kommunen sehen inzwischen einen Hoffnungsschimmer in dem Tübinger Modell mit massiven Schnelltests. In Tübingen läuft seit dem 16. März bis zum 4. April ein Modellprojekt zu mehr Öffnungsschritten in Corona-Zeiten.

An neun Teststationen können die Menschen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Damit kann man in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen.

Das Land Baden-Württemberg will – auch und gerade in Zeiten erhöhter Inzidenzen – mit dem Modellprojekt Erfahrungen sammeln, ob durch den intensiven Einsatz von Schnelltests auch zusätzliche Öffnungsschritte umsetzbar sind, ohne dass dadurch ein negativer Effekt auf das Infektionsgeschehen entsteht.

Dortmunder Rat drängt Land, flexibler zu impfen

Testen ist das eine, Impfen das andere Mittel zur Eindämmung der Pandemie. Auf Antrag der Grünen verabschiedete der Rat eine Resolution zur Kommunalen Impf- und Teststrategie. Darin fordert das Stadtparlament Bundes- und Landesregierung auf, „alle Anstrengungen auf die schnelle und umfängliche Versorgung mit Impfstoff zu richten“.

Außerdem forderte der Rat in Richtung Landesregierung, flexiblere Impfungen zu ermöglichen und bürokratische Hindernisse zu beseitigen, die eine schnelle Versorgung der Städte behindern. Von der Verwaltung der Stadt Dortmund verlangt der Rat das Impfzentrum organisatorisch und personell so vorzubereiten, dass bei Eintreffen von mehr Impfstoff eine unverzügliche Impfung an möglichst viele Dortmunder erfolgen kann.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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