Corona-Fälle an Grundschule: Rund 100 Menschen in Quarantäne

dzSchulschließung

Die Libellen-Grundschule war Dortmunds erste Schule, die nach dem Neustart des Regelbetriebs wieder geschlossen werden musste. Dutzende Schüler, Mitarbeiter und Angehörige sind in Quarantäne.

Dortmund

, 22.06.2020, 18:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für die Libellen-Grundschule in der Nordstadt endete die Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs vorzeitig: Fünf Tage nach dem Neustart mit allen Schülern am 15. Juni zog das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund am Freitag die Reißleine.

An diesem Tag war bekannt geworden, dass sich eine dritte Schulmitarbeiterin mit Covid-19 angesteckt hatte. Doch im Gegensatz zu den ersten beiden betroffenen Frauen bestand bei der dritten Erkrankten laut Gesundheitsamt die Möglichkeit, dass sie Schüler angesteckt haben könnte.

Die OGS-Mitarbeiterin sei direkt in einer Klasse eingesetzt gewesen, teilte die Stadt auf Anfrage dieser Redaktion mit. Das habe die umgehende Schließung der Schule nötig gemacht.

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Für die betroffene Klasse ordnete das Gesundheitsamt eine Quarantäne an. Das heißt: Nicht nur die 27 Kinder, sondern auch ihre „häusliche Gemeinschaft“ (also Eltern und Geschwister) müssen 14 Tage lang zu Hause bleiben. Gleiches gilt für 8 OGS-Mitarbeiter und eine Lehrkraft samt „häuslicher Gemeinschaft“.

Somit dürfen schätzungsweise an die 100 Menschen wegen der Corona-Fälle an der Libellen-Grundschule für zwei Wochen nicht vor die Tür.

Im Rahmen der Umgebungsüberprüfungen hat das Gesundheitsamt acht weitere Menschen auf Corona getestet. Flächendeckende Tests sieht das Gesundheitsamt weiterhin als nicht notwendig an. Das Amt geht davon aus, dass sich die Erkrankten außerhalb der Schule angesteckt haben und sich alle, bei denen es ein Ansteckungsrisiko gab, bereits in Quarantäne befinden.

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