In einem Dortmunder Krankenhaus hat es viele Corona-Infektionen gegeben. © dpa
Pandemie

Corona-Ausbruch in Dortmunder Krankenhaus – Patienten und Personal betroffen

In einem Dortmunder Krankenhaus hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Das wurde am Dienstag bekannt. Betroffen ist eine zweistellige Personen-Zahl. Das Krankenhaus selbst nennt konkrete Zahlen.
Im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel sollen sich viele Patienten und Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt haben.
Im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel hat es viele Corona-Infektionen gegeben. © Dieter Menne (Archivfoto) © Dieter Menne (Archivfoto)

Nachdem es in den vergangenen Tagen einen größeren Corona-Ausbruch in einem Altenheim der Awo in Kirchlinde gegeben hat, ist aktuell noch ein zweites größeres Ausbruchs-Geschehen in Dortmund bekannt geworden – hier in einem Krankenhaus.

„60 bis 70“ Personen haben sich demnach im Knappschaftskrankenhaus in Brackel infiziert – dabei gehe es sowohl um Patienten als auch Personal. Das gab der Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, in der Pressekonferenz nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands am Dienstag (26.01.) bekannt.

Das Klinikum Westfalen, zu dem das Knappschaftskrankenhaus gehört, bestätigte das auf Anfrage und nannte auch die konkrete Anzahl an Fällen. Insgesamt handelt es sich um 63 infizierte Personen: 35 Patienten sowie 28 Mitarbeiter.

Gesundheitsamts-Chef: „Noch nicht ganz das Ende des Ausbruchs“

Beide Ausbrüche – in Kirchlinde wie in Brackel – hätten „sich über einen langen Zeitraum hingezogen“, so Renken: „In Kirchlinde gehen wir davon aus, dass es jetzt beendet ist. In Brackel sind wir noch nicht so sicher. Da gibt es noch einige Einschränkungen.“

Dort gebe es noch „einige organisatorische Veränderungen“. Unter anderem habe man Patienten zusammenlegen müssen. Renkens Einschätzung: „Da ist noch nicht ganz das Ende des Ausbruchs gekommen.“

Krankenhaus: Seit 21. Januar kein neuer Fall mehr

Im Krankenhaus selbst hofft man, dass es anders ist: Seit 6. Januar habe man „vermehrt aufgetretene Corona-Infektionen auf zwei Stationsebenen registriert“, hieß es auf Anfrage. Seit 21. Januar sei kein neuer positiver Befund hinzugekommen. Man habe „umgehend und konsequent reagiert“, zudem „die Maßnahmen mit dem Gesundheitsamt abgestimmt“.

Zwei Stationen seien betroffen – nicht die Zentrale Notaufnahme, nicht die Intensivstation und nicht die Geburtshilfe. „Alle Patienten und Mitarbeiter in den fraglichen Bereichen wurden getestet, auch Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt und isoliert.“ Und auch diejenigen, die sich auf verschiedenen Stationen bewegen, wurden abgestrichen.

Coronavirus kam wohl an drei Stellen in die Klinik

Das Ziel: die betroffenen Stationen isolieren, Neuaufnahmen bis auf Weiteres stoppen, damit die Öffnung der anderen Stationen gewährleisten. „Auch die Öffnung von zunächst geschlossenen Bereichen erfolgt nur in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt“, heißt es vom Krankenhaus selbst.

So habe man „das Infektionsgeschehen offenbar erfolgreich eingedämmt“. Man habe die Infektionswege zwar nicht final klären können, gehe aber davon aus, dass gleich an drei unabhängigen Stellen Corona in die Klinik getragen worden sei.

„Keinen Hinweis“ auf ein mutiertes Virus

Auch eine neue Virusmutation? „Darauf gibt es keinen Hinweis“, heißt es. Allerdings würden „weitere Tests und Auswertungen durchgeführt bis sichergestellt ist, dass das Infektionsgeschehen komplett beendet wurde“.

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