In lockerer Biergarten-Atmosphäre feuerte Markus Krebs einen Witz nach dem anderen ab. © Maren Carle
Juicy Beats Park Sessions

Comedian Markus Krebs schreckt im Westfalenpark vor keinem Flachwitz zurück

Gekleidet mit Gummistiefeln und Regenjacken haben hunderte Besucher einen locker, lustigen Abend bei den Juicy Beats Park Sessions genossen. Comedian Markus Krebs erzählte seine besten Witze.

Fast alle schwarzen Klapp-Stühle sind besetzt bei den Juicy Beats Park Sessions auf den Wiesen des Westfalenparks, trotz des grauen Regenwetters. Hunderte Besucher quatschen munter durcheinander, es gibt Pommes, Bratwurst und kühle Getränke. „Herzlich Willkommen zum Best of der Ruhrpott-Perle Markus Krebs“, ertönt es aus den Lautsprechern auf der kleinen beleuchteten Bühne.

Ein Barhocker und ein einfacher Stehtisch, geschmückt mit einer Flasche Bier – das ist alles, was der Stand-up-Comedian für einen unterhaltsamen Abend braucht. „Noch ist es trocken“, begrüßt Krebs sein Publikum um 20 Uhr, „es soll erst um viertel nach regnen.“

Direkt geht sein Griff zur Bierflasche. „Wir sind hier ja im Ruhrgebiet. Und werdet ihr nächstes Jahr Meister?“, beginnt er den Abend wie einen lockeren Biergarten-Talk. In dieser lockeren Stimmung soll sein gesamtes Open-Air-Programm verlaufen, „ihr wisst, ihr nehmt nichts mit, keine Politik, keine Religion.“

Stattdessen erzählt Markus Krebs Bargeschichten, schreckt vor keinem Flachwitz zurück und präsentiert passend zum Wetter ein Witze-Blitzgewitter. „Geht ein Mann zum Psychologen und sagt: Ich glaube, ich bin ein Hund. Entgegnet der Psychologe: Legen Sie sich erstmal entspannt auf die Couch. Der Patient: Ich darf nicht auf die Couch.“

„Da hat der mir ein Veltins mitgebracht“

Am Himmel hingegen sind noch keine Blitze zu sehen, es scheint, als meine das Wetter es gut mit den Besuchern im Westfalenpark. Bekleidet mit Regenjacken und Gummistiefeln sind alle einfach froh, endlich wieder Live-Veranstaltungen erleben zu dürfen. Markus Krebs erzählt von sonnigen Urlauben.

„Abends gab es Baguette, mit dem hättest du auf jeder Demo gut zuschlagen können.“ Also habe er lieber etwas trinken wollen und seinen Kumpel gebeten, ihm ein Bier mitzubringen. „Da hat der mir ein Veltins mitgebracht“, erzählt Krebs voller Entsetzen, unterstützt von einem lauten Raunen im Publikum. „Das kannst du gut nehmen, um eine Zerrung einzureiben“, scherzt Krebs.

Für Gespräche mit Menschen, die das eine oder andere Veltins zu viel hatten, hat der Comedian einen guten Tipp. Wenn jemand mit den Worten „Markus, du bist einer der Menschen, die ich am meisten kenne“ auf ihn zukommt, wisse er direkt, dass er das Gespräch nicht länger führen möchte.

Sein Trick: Selbst etwas Unverständliches fragen, dann möchte das Gegenüber gar nicht mehr am Gespräch teilnehmen. „Die ersten drei Worte der Frage muss es geben, danach werden Vokale und Konsonanten bunt gemischt. Probiert das einfach mal in der Fußgängerzone aus und wartet die Antwort ab.“

Ruhrpott-Mütze und schwarze Sonnenbrille trotz grauen Regenwetters

Im Publikum holt sich jemand ein neues Bier. „Hast du mir eins mitgebracht?“, fragt Krebs hoffnungsvoll. „Oh, er schaut nur auf den Boden, naja, dann Prost!“

Mit seiner Ruhrpott-Mütze und der klassischen Sonnenbrille, die auch an grauen Regentagen nicht fehlen darf, macht Krebs sich über Märchen lustig, erzählt von einem Trommler in einer A-Cappella-Band und gibt seine zehn Lieblingswitze zum Besten. Mit dabei allerlei Papagei-Witze. „Ich könnte auch nur mit Papagei-Witzen auf Tour gehen“, sagt der Comedian.

Erst am Ende fängt es langsam an zu regnen. „Eine Grippe kriegt doch momentan eh niemand“, stellt Krebs fest, „dann machen wir jetzt schnell durch.“ Bei Platz vier seiner Lieblingswitze ist er bereits angelangt. Trotz Regens lachen und klatschen alle Besucher ausgelassen mit, endlich wieder gemeinsam mit Freunden einen schönen Abend erleben, das scheint die Hauptsache. Auch, wenn das Sommerwetter noch nicht so ganz mitspielt.

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Aus einer beschaulichen Stadt in der Nähe von Bielefeld ins lebendige Dortmund gekommen. Super neugierig und kann besser mit Wörtern Bilder malen als mit dem Pinsel. Hat darum Journalismus und Moderation studiert. Sport- und musikbegeistert.
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