Ein Partygänger springt in einem Londoner Nachtclub kurz nach dessen Wiedereröffnung auf die Tanzfläche. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa © Alberto Pezzali/AP/dpa
Nachtleben

Clubs in Dortmund in den Startlöchern: Eine Sorge bleibt

Es geht wieder los. Das Dortmunder Nachtleben kehrt zurück. Die Clubs bereiten den Neustart vor. Für Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen sie öffnen.

Das kann eine richtig schöne Partynacht werden, wenn das Nightrooms an der Hansastraße am Samstag, 4. September, wieder öffnet. Nachdem das Land NRW ab Freitag (20.8.) wieder Disko-Besuche für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) erlaubt, stehen die Club-Betreiber nun in den Startlöchern.

So auch Holger Schmidt vom angesagten Nachtclub Nightrooms. „Wir freuen uns, zum ersten Mal seit März 2020 wieder öffnen zu können und starten mit der vor Corona etablierten Veranstaltungsreihe Urban Circus – mit ganz neuen Deko-Welten, mit den DJs Yaya und Juizzed und mit Live-Shows von Jongleuren oder Feuerspuckern“, sagt der Club-Chef.

Anders als sein Kollege Yves Gredecki vom Alten Weinkeller an der Märkischen Straße, der bereits erklärt hat, nur Geimpfte und Genesene zu akzeptieren, will Holger Schmidt auch getestete Besucher, die einen kostenpflichtigen PCR-Test vorweisen, reinlassen.

Kostenpflichtiger PCR-Test für eine Party?

„Ich halte die Maßnahme, von Nicht-Immunisierten einen PCR-Test zu fordern, für richtig. Das ist für den Infektionsschutz wichtig, weil wir sonst schnell Superspreading-Events haben“, sagt Holger Schmidt. Sofort fügt er aber an: „Auch, wenn ich mich an das 3G-Prinzip halte, ist es faktisch doch 2G. Ich gehe nicht davon aus, dass jemand für eine Party einen PCR-Test macht.“

So sieht es auch Alexander Richter, der Geschäftsführer der Warsteiner Music Hall. Im Oktober sollen in dem derzeitigen Impfzentrum wieder Konzerte stattfinden. „Kein Veranstalter wird ernsthaft ein 3G-Konzept erstellen“, sagt Alexander Richter. Und: „Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass jemand zusätzlich einen PCR-Test macht. Das wird dazu führen, dass weniger Menschen zu Konzerten kommen.“

„Jeder Club wird seinen eigenen Weg gehen“

Holger Schmidt geht allerdings davon aus, dass die Clubs sofort sehr gefragt sein werden. „Der Bedarf ist da, es fiebern ja alle darauf hin. Also, die Frequenz wird da sein“, sagt er. Er schätzt, dass 30 bis 40 Prozent aus der Zielgruppe der 18- bis 25-Jährigen bisher geimpft sind. 60 bis 70 Prozent bräuchten also für den Zutritt einen PCR-Test. Auf der anderen Seite würden aber etliche Clubs fehlen, die die Corona-Zeit nicht überlebt haben.

„Vielleicht führt die Öffnung der Clubs, die ja jetzt unabhängig von Inzidenz auch wieder eine Planbarkeit haben, dazu, dass sich mehr junge Menschen impfen lassen“, so Holger Schmidt.

Er ist auch stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Ausgehen in Dortmund“ und weiß in dieser Funktion, dass „alle in den Startlöchern stehen“. Er sagt: „Alle sind in der Abstimmung und jeder wird zur Wiederöffnung seinen eigenen Weg gehen. Die Botschaft aller ist aber klar: Ihr könnt wieder sicher tanzen!“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
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Peter Wulle

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