Cathy Hummels: "Man muss aufhören, die Menschen kaputt zu machen"

Influencerin zu Bodyshaming

Cathy Hummels hat keine Lust mehr. Keine Lust mehr, am eigenen Körper Bodyshaming zu erfahren. Deshalb geht sie jetzt offensiv mit dem Thema um – und wendet sich an ihre Follower.

Dortmund

, 14.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Cathy Hummels hat keine Lust mehr auf Bodyshaming.

Cathy Hummels hat keine Lust mehr auf Bodyshaming. © dpa

Cathy Hummels ist ein Mensch, der in der Öffentlichkeit steht. Bei Instagram hat sie über eine halbe Million Follower. Doch auch sie hat, so wie viele andere Menschen auch, mit Problemen wie fiesem Bodyshaming zu kämpfen.

Jetzt hat sie sich dazu entschieden, offen mit dem Thema umzugehen und sich offensiv damit an ihre Follower zu wenden. Diesen Schritt begründet sie damit, dass sie gemerkt habe, dass es vielen Frauen ähnlich gehe wie ihr. "Man wird für etwas verurteilt, was gerade einfach so ist, und womit man sich selber nicht so wohl fühlt," sagt sie in einem IGTV-Video bei Instagram.

Viele Hasskommentare

Dann gibt sie einen kleinen Einblick in das, was sie an Hasskommentaren zugesendet bekommt. "Stellt euch mal vor, ihr fühlt euch selber nicht so wohl, und dann bekommt ihr die ganze Zeit Nachrichten wie 'wie siehst du denn aus?', 'du hast Bulimie', 'du hast Magersucht', 'du siehst aus wie ein Skelett', 'deine Augen fallen gleich raus'". Dies seien laut Cathy Hummels noch die "netten" Kommentare.

Man müsse aufhören, die Leute im Netz kaputt zu machen. Dabei spricht sie die Hater direkt an: "Einige von euch melden sich immer wieder an, obwohl ich sie blockiere, und haben nichts besseres zu tun, als mein Profil vollzuspamen."

„Ich bin absolut kritikfähig“

Auf die Frage einiger ihrer Follower, ob sie sich auch Kritik stellen würde, hat sie eine klare Antwort: "Ja, ich stelle mich Kritik und ich bin auch absolut kritikfähig." Dass sie aktuell zu dünn sei, das wisse sie selbst auch. "Aber ich bin nicht krank. Ich habe keine Bulimie, ich habe auch keine Magersucht."

In einem weiteren Video bei Instagram sagt sie, dass es ihr mittlerweile viel besser gehe und sie wieder viel optimistischer sei. Sie sei zwischenzeitlich häufiger geknickt gewesen. Doch gesundheitlich und auch psychisch sei sie wieder auf dem Weg nach oben.

Cathy Hummels habe es nun zu ihrer Hauptaufgabe gemacht, gegen Bodyshaming im Netz vorzugehen. Viele Follower hätten sich bei ihr gemeldet und über ähnliche Probleme mit Bodyshaming berichtet – ob in die eine, oder die andere Richtung.

Zum ersten Mal mit 13 gemobbt

Sie selbst habe schon viel Erfahrungen mit Mobbing, so sei sie bereits im Alter von 13 Jahren das erste Mal gemobbt worden. Selbst ihre engsten Freunde hätten sich von ihr abgewendet. Und daraufhin sei sie selbst vom Opfer zum Täter geworden. So schließe sich der Kreis – und das müsse aufhören, sagt sie.

Später verrät sie ihren Lieblingsslogan: "Perfekt unperfekt". Denn wir alle seien nicht perfekt – und sollten auch nicht den Drang dazu haben, perfekt zu sein.

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