Cathy Hummels hat eine kuriose Erklärung für ihren Erfolg vor Gericht

Social-Media-Urteil

Es sollte ein wegweisendes Urteil sein: Cathy Hummels wird vorgeworfen, auf Instagram Schleichwerbung zu betreiben. Am Donnerstag hat sie in ihrem Gerichts-Prozess einen Erfolg erzielt.

von Paula Protzen

Dortmund

, 29.06.2020, 21:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Cathy Hummels mit rosa Gesichtsmaske im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts München

Cathy Hummels gewann ihren Prozess um angebliche Schleichwerbung: mit ungewöhnlichen Mitteln. © picture alliance/dpa

Cathy Hummels im Glück: Die Frau von Mats Hummels gewann am Donnerstag (25.6.) auch in zweiter Instanz ihren Rechtsstreit um angebliche Schleichwerbung. So weit, so gut. Kurios ist, wie sie ihren Fans auf Instagram den Sieg erklärt.

Der „Verband Sozialer Wettbewerb“ warf Hummels vor, mehrere Beiträge auf der Plattform Instagram nicht als Werbung gekennzeichnet zu haben. Der Verein ist für seine Abmahnungen gegen Influencer wie Cathy Hummels bekannt, und hatte vor Gericht in anderen Fällen Recht bekommen.

Im Fall Cathy Hummels urteilte im April 2019 das Landgericht München I, dass die angemahnten Beiträgen keine versteckte Werbung seien: Nutzer könnten erkennen, dass Hummels‘ mit ihrem Profil grundsätzlich Geld verdient. Da sie für die beanstandeten Beiträge kein Geld bekommen hatte, müsse sie diese auch nicht als Werbung kennzeichnen.

Besonderer Glücksbringer für Hummels

Der Verein ging in Berufung, doch auch das Oberlandesgericht München entschied in Hummels‘ Sinne: Mit den Beiträgen habe sie kein Geld verdienen wollen.

Auf Instagram freut sich die Influencerin: „Dieser Sieg ist für uns ALLE und hoffentlich hat diese Abmahnwelle damit ein Ende.“ Dafür sei ein Glückscent verantwortlich, den sie kurz vor der Verhandlung gefunden habe.

Den hat Cathy Hummels hoffentlich behalten: Justizexperten gehen davon aus, dass erst ein Urteil des Bundesgerichtshofes den Fall abschließend klären wird.

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