Zahlreiche Autos sind vom Wall auf die Rheinische Straße und von dort auf einen Platz am U-Turm abgeleitet worden, wo Polizisten die Wagen kontrolliert haben. © Kevin Kindel
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„Car-Freitag“ in Dortmund: Wall gesperrt, Polizei kontrolliert Autos

Polizeipräsenz am Feiertag: Am Karfreitag (2.4.) gab es in der gesamten Stadt Kontrollen auf den Straßen. Das Ziel: am „Car-Freitag“ illegale Autorennen verhindern. So lief der Tag in Dortmund.

Aktualisierung 22.30 Uhr:

Mit diesen Eindrücken von der Wall-Sperrung beenden wir unsere Berichterstattung für heute und wünschen Ihnen schöne Ostertage!



Aktualisierung 21.30 Uhr:

Die Polizei hat den Wall am Dortmunder U so gesperrt, dass Verkehrsteilnehmer von beiden Seiten auf die Rheinische Straße abbiegen müssen. Dort wird jedes einzelne Auto gemustert, einige Wagen werden zum U-Turm abgeleitet, um dort eingehend kontrolliert zu werden. Auf dem Wall entsteht ein langer Stau.


Aktualisierung 20.30 Uhr:

Die Polizei kündigt via Twitter eine Großkontrolle auf dem Wall an:



Aktualisierung 18.15 Uhr:

Weiterhin ist es ein ruhiger Tag auf Dortmunds Straßen. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt jedoch, dass das „Car-Freitag“-Treiben in den Abendstunden tendenziell zunimmt.

Die Polizei sei personell darauf eingestellt, heißt es auf Anfrage am späten Nachmittag aus der Leitstelle.

Aktualisierung 17.30 Uhr:

Am Feiertagsnachmittag ist es voll auf dem Phoenix-West-Gelände in Hörde. Familien, Paare und Freunde-Gruppen sind hier unterwegs. Während auf der einen Seite der Parkplätze an den Steintreppen auf dem hinteren Teil Familienautos mit Elektroantrieb stehen, gehört die andere Seite den tiefergelegten, getunten und auffällig lackierten Autos.

Ihre Zahl bleibt mit 20-30 Fahrzeugen überschaubar, auch wenn immer wieder Autos mit knatterndem Auspuff vorfahren und andere sich wieder auf den Weg machen. Die Stimmung ist friedlich. Viele halten Energy-Drink-Dosen in der Hand, einige haben es sich Campingstühle gemütlich gemacht.

Verschiedene Gruppen stehen hier beieinander. Kinder flitzen zwischen den Autos umher. Aus manchen Kofferräumen dampft es: Shishas sind hier sehr beliebt.

Feiertägliches Auto-Treffen auf Phoenix-West. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

In eine dieser Rauchschwaden hinein gehen zwei Polizisten zu einer Gruppe. Wenig später stehen die Beamten mit Laptops auf dem Arm vor einem tiefergelegten VW und überprüfen, ob alles, was hier verändert wurde auch verändert werden durfte.

Polizeistreifen sind fahren im Takt weniger Minuten auf Phoenix-West umher. Zwischenzeitlich kommt ein Bulli mit einem Ordnungsamt-Team vorbei und überprüft die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung. Vielfach stehen hier mehr als fünf Menschen zusammen, Masken werden draußen nur vereinzelt getragen. Dies ist bei den meisten anderen Spaziergängern auf Phoenix-West allerdings auch nicht anders.

In den Gesprächen an den Autos gehen die Meinungen auseinander. Einige finden, dass die Polizei hier nur ihre Arbeit macht, andere fühlen sich durch die ständigen Kontrollen kriminalisiert.

„Wäre das Wetter besser, wäre es voller“, sagt ein junger Mann, für den dieser Tag ein regelmäßiger Anlass ist Freunde zu treffen – auch in der Pandemie.

In Richtung Innenstadt bleibt es weiter ruhig. Allerdings fällt auf, das in Richtung späterem Nachmittag die Zahl der „sportlichen“ Fahrzeuge rund um den Wall wächst.

Aktualisierung 16.40 Uhr:

Aus der Leitstelle der Polizei ist zu hören, dass der Tag bislang sehr ruhig verlaufe. Es seien keine Orte im Stadtgebiet bekannt, an denen die Polizei besondere Einsätze zu verzeichnen hätte.

Aktualisierung 14.30 Uhr:

Gegen Nachmittag gibt es in Dortmund die ersten kleineren Ansammlungen von Menschen und ihren Autos. Auf Phoenix-West stehen rund 30 Fahrzeuge an einem der traditionellen Treffpunkte der Szene.

Fotostrecke

Car-Freitag in Dortmund

Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt sind gegen 14 Uhr eingetroffen und beobachten die Szenerie.

Am Wallring in der Dortmunder Innenstadt herrscht dagegen am frühen Nachmittag noch Feiertagsruhe. Bis auf vereinzelte Motorradstreifen am Parkplatz am Ostwall ist dort vom „Car-Freitag“ bisher nichts zu spüren.

Still ruht der Wall: Am frühen Nachmittag ist von besonderen Auto-Treffen am “Car-Freitag” in der Dortmunder Innenstadt noch nichts zu spüren. © Felix Guth © Felix Guth

Die Polizei ist anders als bei bisherigen Kontrollen nicht mit festen stationären Kontrollstellen vor Ort, sondern in kleineren Teams über das gesamte Stadtgebiet verteilt. In der Leitstelle sind bisher keine besonderen Vorkomnisse bekannt geworden.

Ursprüngliche Meldung

Seit Freitagmittag läuft offiziell ein verstärkter Einsatz von Polizei und Ordnungsamt in Dortmund. Am Wall und an anderen bekannten Treffpunkten der Auto-Szene gilt das Augenmerk dem „Car-Freitag“.

Unter diesem Schlagwort treffen sich seit einigen Jahren Autofahrer am Feiertag. Die meisten mit dem Ziel, einfach nur ihre Fahrzeuge zu zeigen und Gleichgesinnte zu treffen. Andere aber auch mit der Absicht, Rennen zu fahren und gegen andere Verkehrsregeln zu verstoßen – so schätzt es die Polizei in Dortmund und anderen Städten ein.

Ziel der Kontrollen ist es, mit den Einsätzen im Laufe des Tages Lärmbelästigungen sowie Verkehrsunfälle durch zu hohe Geschwindigkeit und illegales Tuning zu verhindern. Zudem steht die Einhaltung der Corona-Schutzregeln im Fokus.

Ruhiger Vormittag, viel Verkehr am Donnerstagabend

Am Freitagvormittag meldet die Polizei-Leitstelle in Dortmund noch keine Auffälligkeiten.

Ein Eindruck vom Dortmunder Wall vom späten Abend des Gründonnerstags (1.4.) zeigt allerdings: Einige haben das „Car-Freitag“-Treffen offensichtlich auf den Abend vorgezogen.

Am Ostwall herrscht beispielsweise reges Treiben. Gegen 23 Uhr bilden sich teilweise Staus.

Aus den aufgemotzten Autos dringt laute Musik, die Ampelphasen werden zur Kommunikation genutzt. Und zum Flirten. Noch in der Nacht füllen sich die Instagram-Seiten der Dortmunder Wall-Fahrerinnen und Fahrer mit Suchaufrufen nach dem „süßen Fahrer“ oder der „hübschen Frau im Audi TT“.

Wir berichten an dieser Stelle über die Entwicklungen im Laufe des Tages.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth
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Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel
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