Ein Bild vom „Car-Freitag“ 2019, als sich viele Autofahrer auf Phoenix-West trafen. © Archivbild
Polizei

„Car-Freitag“: Feiertag der Tuner-Szene steht 2021 besonders im Fokus

Der stillste der christlichen Feiertage ist für Auto-Tuner und Raser kein stiller Tag. Er ist der „Car-Freitag“, an dem sich die Szene zur Ausfahrt trifft. Die Polizei ist darauf vorbereitet.

Seit Jahren beschäftigt der Karfreitags-Feiertag die Polizei in Dortmund und anderen Städten besonders. Am „Car-Friday“ treffen sich Besitzer getunter Autos an diesem Tag. Häufig an ohnehin in der Szene beliebten Orten wie in Dortmund am Wall, am Phoenix-See oder auf Phoenix-West.

In diesem Jahr liegt ein besonderer Fokus auf dem „Car-Freitag“. Seit Monaten sind Polizistinnen und Polizisten rund um den Wall und an anderen neuralgischen Punkten in Dortmund im Einsatz, um Raser aus der Stadt zu vertreiben. Unter anderem wurde dazu das Instrument der strategischen Fahndung eingesetzt.

Polizei will mit Kontrollen Verkehrsunfälle verhindern

„Wie in den vergangenen Jahren und bei den Einsätzen unter anderem am Wall geht es darum, Lärmbelästigungen sowie Verkehrsunfälle durch zu hohe Geschwindigkeit und illegales Tuning zu verhindern“, sagt Polizeisprecher Peter Bandermann.

Gemeinsam mit dem dem Ordnungsamt sei die Polizei deshalb den gesamten Freitag über „mit verstärkten Kräften“ im Stadtgebiet unterwegs. Der „Car-Freitag“ ist als besonderer Tag und starker Anziehungspunkt für die Szene bekannt

„Die Polizei wird deutlich präsent sein und mit gewohnter Konsequenz gegen illegale Rennen vorgehen“, sagt Bandermann.

Bei nahezu allen Einsätzen der vergangenen Wochen seien auch Verstöße gegen die Coronaschutz-Verordnung aufgefallen. Die Polizei appelliert deshalb laut Bandermann an die Vernunft der jungen Menschen. „Achten Sie angesichts steigender Zahlen auf den Infektionsschutz – bleiben Sie Zuhause.“

2020 war deutlich weniger los als vor der Pandemie – Wie wird es diesmal?

Wie viele Autos am Freitag unterwegs sein werden, lässt sich schwer voraussagen. 2020 war ein deutlicher Effekt der Corona-Pandemie spürbar. In den vergangenen Monaten haben die Dauer-Kontrollen der Polizei zwar die Zahl der Autos auf dem Wall verringert.

Doch ein Kern der Szene kommt immer wieder nach Dortmund. Der Großteil lässt sich nichts zu Schulden kommen – doch es gibt trotzdem immer wieder Verstöße.

Wie zuletzt am 25.3., als ein Porsche-Fahrer nach einem Rennen mit mehr als 100 km/h auf dem Wall gestoppt wurde. Die Polizei betitelte eine Pressmitteilung zu dem Vorfall mit den Worten: „Rasender Porsche-Fahrer hat jetzt mehr Zeit zum Nachdenken – zum Beispiel über den Tod…“.

Auf Instagram- oder Facebook-Seiten der Auto-Szene vom Dortmunder Wall wird das konsequente Vorgehen der Polizei in diesem Fall ausdrücklich gelobt.

Ankündigungen für größere Treffen am „Car-Freitag“ finden sich hier nicht.

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Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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