Die TuS Hubertus bei der Jahreshauptversammlung 2017. © privat
Fußball

BVB-Treff „Hubertus-Grill“ ist dicht – diese Herrentruppe macht weiter

Der beliebte BVB-Treff Hubertus Grill im Kreuzviertel wird auch nach dem Lockdown geschlossen bleiben. Ein Vermächtnis soll allerdings auch die Corona-Krise überdauern.

Auf einer Tafel im Fenster des Hubertus-Grills stand noch im Januar: „Wegen Corona geschlossen“. Seit Anfang des Jahres ist aber auch klar, dass auch nach dem Lockdown der beleibte BVB-Treff nicht wieder öffnen wird. Die gesamte Immobilie wurde verkauft und soll neu vermietet werden.

Allerdings werden nicht nur Erinnerungen vom Hubertus-Grill die Schließung überleben, auch der TuS Hubertus, die Thekenmannschaft der Gastronomie bleibt weiter bestehen.

„Noch lange keine Würstchentruppe“

Die Beziehung des Grills zur Fußballmannschaft geht dabei weit über die Namensgebung hinaus. Der Inhaber der Gastronomie ist der Präsident des TuS und die Mitglieder stammen aus dem „harten Kern“, der Stammkundschaft, wie der Vizepräsident und gelegentlicher Rechtsverteidiger Andreas Pleger erzählt.

„Wir haben uns da auch alle kennen gelernt und 2014 kam dann die Idee auf auch einen Verein zu gründen.“ Und so schreibt die Thekenmannschaft bei Facebook über sich: „Wir sind zwar die Jungs aus der Grillbude, aber noch lange keine Würstchentruppe!“

Denn einige Mitglieder des TuS Hubertus seien in ihrer Vergangenheit „nicht nur Freizeitkicker“ gewesen, sondern haben auch mal „ein bisschen höher gespielt“, in der Kreis- oder Verbandsliga, wie Pleger berichtet. „Wir haben auch schon gegen gestandene Herrenmannschaften gespielt und uns sehr gut verkauft.“

Von der Eintagsfliege zum gemeinsamen Weihnachtsfest

Dabei dachte sogar der Vizepräsident des Vereins am Anfang, „dass das ’ne Eintagsfliege wird und vielleicht nur ein halbes Jahr bestand haben wird, aber es hat sich über all die Jahre gut gehalten und auch die Trainingsbeteiligung ist gut.“

Knapp über 40 Mitglieder gibt es bei der Thekenmannschaft aber nur rund 20 spielen aktiv, wobei auch Pleger selbst „meistens nur auf der Bank“ sitzt: „Das Spielen sollen die Jüngeren machen.“ Jünger heißt beim TuS Hubertus Mitte 40. Das erfahrenste Mitglied des Vereins wird in diesem Jahr 70.

Eine Mannschaft bleibt vom BVB-Treff
Die Mannschaft der TuS Hubertus auf dem Platz. © privat © privat

Im Hubertus-Grill hat die Mannschaft Geburtstage, Sommer und Weihnachtsfeste gefeiert: „Dann auch mit dem ganzen Anhang, da waren auch die Kinder mit und alle haben Weihnachtslieder gesungen.“

„Alles hat ein Ende nur die Currywurst hat zwei“

Auch wegen all der schönen Erinnerungen löst die Schließung des Vereinslokals „natürlich auch Bestürzung und Traurigkeit“ in der Mannschaft aus, „was wirklich fehlen wird sind die schönen Feiern.“

Außerdem sei der Hubertus-Grill auch eine Fixstelle für das ganze Viertel gewesen, so Pleger. Nach BVB-Spielen habe sich jeder, der Platz fand, im Grill getroffen, „da geht für das gesamte Viertel etwas verloren“. Aber, so sagt der Vizepräsident auch „da kann man nichts ändern, so ist das halt. Alles hat ein Ende nur die Currywurst hat zwei.“

Der Zusammenhalt im Verein sei trotz der Schließung ungebrochen: „Wir haben auch eine Whats-App-Gruppe und da hat noch niemand geschrieben ‚jetzt ist alles vorbei.'“ Allerdings werde man sich wohl ein neues Vereinslokal suchen müssen, bis dahin finden die Treffen erstmal bei Arminia Marten statt.

Da für jeden im Verein Familie und Beruf sowieso wichtiger seien, sieht Pleger nur ein Problem irgendwann auf seine Mannschaft zukommen: Nachwuchssorgen.

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