BSV Schüren kann neuen Parkplatz nicht nutzen

dzBaustellen und Verkehr

Es ist immer gut, wenn Dinge schnell umgesetzt werden. Der neue Parkplatz für den BSV Schüren auf einem alten Ascheplatz zum Beispiel. Dumm nur, wenn etwas Entscheidendes fehlt.

Schüren

, 17.12.2019, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr als 50 Parkplätze und ein Kunstrasenkleinfeld mit Flutlicht: Der Ascheplatz an der Schürener Straße, in direkter Nachbarschaft des neuen Kunstrasenplatzes, bekam 2017 ein völlig neues Gesicht.

Der Politik und auch dem Sportverein war es sehr daran gelegen, dass mit den Parkplätzen eine Entlastung im laufenden Spielbetrieb des BSV geschaffen wird.

Immer wieder Beschwerden der Anwohner

Immer wieder klagen die Anwohner der Schürener Straße über die zahlreichen Autos an Spiel- und Trainingstagen des BSV. Auch an der östlichen Seite der Sportstätte, an der Straße Bergparte, wird jeder freie Platz zum Parken genutzt.

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Nicht nur von Sportlern und Fans, sondern auch vom benachbarten Hundeverein, der Awo und den Kitas. Mit der Umsetzung des Projektes „Neuer Parkplatz“ klappte es auch prima. Das Kunstrasen-Kleinfeld wird schon lange genutzt. Nur die neue Parkfläche hat noch kein Auto gesehen.

Straße führt an Kitas und der JFS vorbei

Woran liegt das? Es geht um die Einfahrt zur Parkfläche. Die gibt es nämlich noch gar nicht. Und zurzeit streiten sich die Gelehrten, wo diese wohl langführen könnte. Unstrittig ist, dass die Zuwegung über die Straße Bergparte verlaufen wird.

Zwar wurde auch in der Bezirksvertretung darüber diskutiert, die Zufahrt über die Schürener Straße zu führen, diese Idee wurde aber verworfen - also blieb nur die Straße Bergparte. Aber hier wird es kompliziert. Denn genau an der Zufahrt zum Parkplatz sind zwei Kindergärten und eine Jugendfreizeitstätte (JFS) auf engstem Raum.

BSV Schüren kann neuen Parkplatz nicht nutzen

So sieht es im Moment auf der Fläche aus. Ein Auto hat auf dem neuen Parkplatz noch nicht gestanden. © Jörg Bauerfeld

Ein erster Plan der Stadt Dortmund sieht vor, dass die Fahrzeuge über eine neue Zufahrt über das Grundstück der Jugendfreizeitstätte auf den neuen Parkplatz geführt werden. Da sagen aber die Grünen in der Bezirksvertretung Aplerbeck entschieden Nein.

Und auch Cornelius Boensmann, Fachreferent für Jugend im Stadtbezirk Aplerbeck, würde es lieber sehen, wenn die Fläche der Jugendfreizeitstätte von der neuen Parkplatz-Zuwegung unberührt bliebe.

Schon in den vergangenen Jahren habe die JFS einiges von ihrer Grundstücksfläche abgeben müssen. Der Teil auf dem westlichen Teil des Grundstückes, um den es nun geht, sei zwar im Moment nicht besonders gepflegt, solle aber bald in eine Art Garten umfunktioniert werden. Auch als Standort für ein kleines Treibhaus würde sich die Fläche gut eignen.

Aber wenn die Zufahrt nicht über das Grundstück der Jugendfreizeitstätte verlaufen soll, woher dann?

Auch hier haben die Grünen in der BV- Aplerbeck schon die Antwort: Die Straße Bergparte, die an der JFS Schüren entlang verläuft, endet vor einem Rad- und Fußweg, der mit Pollern versehen ist und bis zur Schürener Staße führt. Ab den beiden Pollern soll die Zufahrt in Richtung alter Sportplatz gebaut werden, so zumindest die Idee der Grünen.

BSV Schüren kann neuen Parkplatz nicht nutzen

Ein Radweg wird noch auf die zukünftige Parkplatzzufahrt treffen. © Jörg Bauerfeld

Es ist aber so, dass die Art der Zufahrt nicht das einzige Problem in diesem Bereich ist. Die Geschwindigkeit der Autos ist das nächste Problem. Außerdem gibt es einen neuen Radweg, der von der Gevelsbergstraße über den Daelweg bis vor die Jugendfreizeitstätte Schüren führt.

Eine Frage der Verkehrsberuhigung

Was könnte die Autofahrer dazu veranlassen, auf spielende Kinder und auf Radfahrer zu achten? Schon heute gilt in Teilen der Straße Bergparte Tempo 10. Für die Grünen reicht das auf Dauer nicht. „Baumscheiben auf die Fahrbahn zu setzen, wäre eine weitere Option“, sagt Benjamin Beckmann (Grüne).

Jetzt müsse nur abgewartet werden, was die Verwaltung der Stadt zu der Verkehrsproblematik sagt. Verein und kommunale Politik hoffen, dass mit der Umsetzung der Zufahrt nicht wieder einige Jahre ins Land gehen.

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Ach ja, die Pflege für den neuen Parkplatz übernimmt im Übrigen der BSV Schüren - und die Mitglieder würden auch gerne damit beginnen. Wenn doch endlich das erste Fahrzeug die neue Fläche nutzen könnte.

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