Bruni Braun aus Scharnhorst zeigt ihren Fantastischen Realismus in der Bibliothek Mengede

dzNeue Ausstellung

Bruni Brauns Bilder sind eigentlich immer unterwegs. „Bilder wollen angeschaut werden“, sagt sie. 14 Werke zeigt die Künstlerin nun in der Stadtteil-Bibliothek Mengede.

Mengede

, 05.06.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange ist es her, dass die Scharnhorster Malerin Bruni Braun ihre Bilder in der Mengeder Stadtteil-Bibliothek ausgestellt hat. „Gefühlte 100 Jahre liegt das zurück“, sagt die 77-jährige Künstlerin. Nun ist sie zurück im Dortmunder Westen: Bis zum 11. Juli zeigt Bruni Braun 14 ihrer Öl- und Acrylbilder in der Bücherei im Mengeder Ortskern.

Seit ihrem ersten Pinselstrich malt Bruni Braun ausschließlich im Stil des „Fantastischen Realismus“ der Wiener Schule. Dieser Begriff wurde Mitte der 1950er Jahre durch den Wiener Kunstkritiker Johann Muschik geprägt. Gemeint sind damit Bilder mit fantastischen Inhalten, die realistisch gemalt wurden. „Das ist einfach in mir drin“, sagt Bruni Braun. Allein der Fantastische Realismus gebe ihr ein Gefühl der Freiheit. Zeit, Raum, Gewohntes, Bekanntes, Erwartetes - von allem könne sie sich hier lösen.

Bruni Braun aus Scharnhorst zeigt ihren Fantastischen Realismus in der Bibliothek Mengede

Bruni Braun malt im Stil der Alten Meister. Für jedes Werk nimmt sie sich viel Zeit, manchmal Monate. Dabei mischt sie Öl- und Acryl-Technik und arbeitet bisweilen auch Halbedelsteine und Blattgold ein. © Beate Dönnewald

Künstlerin möchte mit ihren Bildern viele Menschen erreichen

Mit ihrer Kunst viele Menschen zu erreichen, das sei ihr eine Herzensangelegenheit, so Bruni Braun. Eine Bibliothek sei dafür der ideale Ort. In der Mengeder Bücherei lädt sie die Besucher zum „Traum-Surfing“ ein, so der Titel eines ihrer vielen Gedichte. Bruni Braun hat es ausgedruckt und zu ihren Bildern gehängt. „Besteigen Sie ein Flügeltier und folgen mir auf bunten Schwingen Ihrer Träume in unbekannte, ferne Räume“ heißt es darin unter anderem.

Die unbekannten, fernen Räume - das sind Bruni Brauns persönliche Geschichten, die sie von ihren vielen Reisen mitgebracht hat. Davon erzählen auch die 14 Werke in der Mengeder Bibliothek, wie zum Beispiel das Bild „Der Stein von Port Lligat“. Es zeigt die Gartenmauer des ersten Hauses von Salvador Dalí im spanischen Port Lligat. Vor Ort hat Bruni Braun einen Originalstein gefunden, der nun Bestandteil des Bildes ist. Zusammen mit dem liegenden Dalí, der Sagrada Familia und dem Pferd Rosinante. „Und in meiner Vision bin ich Dalí begegnet.“

Bruni Braun aus Scharnhorst zeigt ihren Fantastischen Realismus in der Bibliothek Mengede

Dieses Werk heißt „Tunesische Impressionen“: „Mich hat das prächtige Leben hinter den hohen Mauern beeindruckt“, so Bruni Braun. © Beate Dönnewald

Bruni Braun malt fantastische Welten, mal märchenhaft, mal mythisch, in kräftigen Farben im Stil der Alten Meister. Sie kombiniert Öl- und Acryltechnik, mischt ihre eigenen Farbnuancen und arbeitet auch mal Blattgold oder Halbedelsteine ein.

Dafür erntet die mehrfach ausgezeichnete Malerin in der Kunstszene viel Anerkennung: „Ihre Arbeiten sind bis ins Detail stimmig und von überragender Qualität“, schreibt etwa der Kunsthistoriker Prof. Dr. Ojars Sparitis, Präsident der Akademie der Wissenschaften in Riga/Lettland.

Ausstellung läuft bis zum 11. Juli

  • Bruni Brauns Bilder sind bis zum 11. Juli in der Mengeder Bibliothek, Rigwinstraße 32, ausgestellt.
  • Die Öffnungszeiten sind dienstags von 13 bis 19 Uhr, mittwochs bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie 13 bis 17 Uhr und donnerstags von 13 bis 17 Uhr.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt