Brechten ist wieder dabei

BRECHTEN Sie liegt idyllisch gelegen auf einem Hügel und ist das Wahrzeichen Brechtens. Die mittelalterliche ev. Kirche am Widumer Platz. Und sie ist wieder dabei beim Tag des Offenen Denkmals am 14. September.

31.07.2008, 17:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Freuen sich auf hoffentlich viele Besucher: Karoline Theobald und Dr. Wilhelm Tappe präsentieren die Info-Blätter.</p>

<p>Freuen sich auf hoffentlich viele Besucher: Karoline Theobald und Dr. Wilhelm Tappe präsentieren die Info-Blätter.</p>

Auch wenn in diesem Jahr die Hörder Burg im Mittelpunkt stehen dürfte, wird das Brechtener Kleinod wie in den Jahren zuvor viele Besucher anlocken.

Davon sind Dr. Wilhelm Tappe und Karoline Theobald vom Team Offene Kirche überzeugt. Ihre Erfahrung wird sie nicht trügen, denn 2007 wurden sie förmlich überrannt.

Vergangenes aufgedeckt

Die Besucher erwartet zum diesjährigen Motto "Vergangenheit aufgedeckt: Archäologie und Bauforschung" ein spannendes und historisches Programm mit den Themen:

die Ausgrabungen in der Kirche beim Heizungsausbau im Jahr 1983,

das Aufdecken der verschollenen Ausmalungen,

die Ausgrabungen von mittelalterlichen Töpfen im Jahr 1963.

"Wir werden stündlich Führungen in kleinen Gruppen anbieten. Dazu planen wir eine Beamer-Präsentation dezent im Hintergrund sowie eine Rallye und Dombauwerkstatt für Kinder. Damit wollen wir vermehrt auch Familien ansprechen", sagt Karoline Theobald.

Seit Wochen ist das Team Offene Kirche mit der Planung befasst. Es ist trotz der vielen Arbeit begeistert bei der Sache. "Sehen Sie mal hier, um 1270 ist das Deckenfresko in Putz gemalt worden. 1911 entdeckte man es wieder, und es wurde übermalt. 1960/61 wurde bei der Restaurierung der vorherige Zustand wiederhergestellt", schwärmt Dr. Tappe.

Mit Info-Tafeln auf Stellwänden wollen die Brechtener den Besuchern einen Überblick verschaffen. Und gegen ein kleines Entgelt gibt es liebevoll zusammengestellte Informationsblätter.

Derzeit laufen noch Gespräche mit dem Museum für Kunst- und Kulturgeschichte. "Wir würden uns gerne die irdenen Töpfe ausleihen.

Ass im Ärmel

Aber wenn es nicht klappt, haben wir noch ein Ass im Ärmel", verspricht Dr. Tappe. Sein Bruder verfügt über Kopien. Schließlich wurden die Relikte der Vergangenheit, die, so Karoline Theobald, auf eine frühe Besiedlung Brechtens hindeuten, bei den Ausschachtungsarbeiten für sein Wohnhaus am Wulfskamp 19 gefunden.

Petra Frommeyer

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