Brandschutz bremst Notschlafstelle im Stadtteil aus - Kita-Neubau im Plan

dzAm Beilstück

Zwei Bauprojekte an einer Kreuzung: Während sich die Eröffnung der Notschlafstelle für junge Erwachsene verzögert, geht es auf der anderen Straßenseite mit dem Kita-Neubau wie geplant voran.

Barop

, 19.11.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Kreuzung, zwei Projekte: Es geht um eine neue Kita und um eine Notschlafstelle an der Kreuzung Am Beilstück/An der Witwe in Barop. Der Unterschied: Während es mit dem einen Projekt wie geplant voran geht, hängt das zweite zeitlich den Planungen hinterher.

Eröffnung verschiebt sich um mehrere Monate

Seit Mai 2018 - also seit mehr als zwei Jahren - ist die Stadt dabei, ihre Hilfen für Wohnungslose neu aufzustellen. Ein Baustein: die Notschlafstelle für junge Erwachsene Am Beilstück 48 in Barop. Die Menschen, die eine solche Notunterkunft benötigen, können von Glück sagen, dass der Winter bisher ausblieb und nur hoffen, dass sich das so schnell nicht ändert: Denn eigentlich sollte die Notschlafstelle im November 2020 öffnen - doch das wird nichts.

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„Die Eröffnung der Baroper Notschlafstelle verschiebt sich aufgrund notwendiger Brandschutzarbeiten voraussichtlich ins erste Quartal 2021“, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Die Einrichtung soll über 20 Plätze verfügen. Betreiber der Einrichtung wird der Essener Sozialdienstleister „European Homecare“ sein. Zuvor war in dem Gebäude eine Gastronomie untergebracht.

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Arbeiterwohlfahrt rechnet mit Übergabe im Juli/August 2021

In Sichtweise der geplanten Notschlafstelle wächst unterdessen die neue Kindertagesstätte zügig voran. Es hat Jahre gedauert, bis sich das Projekt Wirklichkeit wurde, aber nun geht es gut voran. „Wir rechnen mit der Übergabe des Bauträgers im Juli oder August nächsten Jahres“, sagt Jörg Loose, Bereichsleiter Kinder, Jugend und Familie beim Unterbezirk Dortmund der Arbeiterwohlfahrt.

Die wird die neue Einrichtung betreiben. 125 Mädchen und Jungen werden die dann - pünktlich zum neuen Kindergartenjahr - im September 2021 besuchen können. Die Kita sei noch größer geworden als ursprünglich geplant, berichtet Loose. Der Bedarf im Stadtteil an Kita-Plätzen sei so enorm, dass der während der Planungsphase immer wieder angepasst worden sei.

Inzwischen ist von dem Neubau der Kita „An der Witwe"/Ecke Beilstück schon einiges zu sehen: Der Neubau ist inzwischen in die Höhe gewachsenen."

Inzwischen ist von dem Neubau der Kita „An der Witwe"/Ecke Beilstück schon einiges zu sehen: Der Neubau ist inzwischen in die Höhe gewachsenen." © Britta Linnhoff

Inzwischen ist von dem Gebäude schon einiges sichtbar. Bei der Arbeiterwohlfahrt liegen bereits 65 Anmeldungen vor; nach Angaben der AWO wird das Anmeldeportal bei der Stadt für diese Kita voraussichtlich im Januar freigeschaltet. .

Er hofft jetzt, dass es so gut weiter läuft wie bisher. Die Erfahrung, so sagt der Bereichsleiter, lehre, dass man vor Überraschungen niemals gefeit sei. Davon kann die Stadt beim Umbau des Hauses am Beilstück 48 zur Notschlafstelle ein Lied singen.

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