Brandkatastrophe in Moria: Hunderte wollen heute in der City demonstrieren

Demo in Dortmund

Im Flüchtlingslager Moria sind mehrere Brände ausgebrochen. Die Seebrücke Dortmund ruft zur Demo auf. Mindestens 300 Teilnehmer werden erwartet – es könnten aber noch deutlich mehr werden.

Dortmund

, 10.09.2020, 12:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Donnerstag (10.9.) demonstriert die Seebrücke Dortmund.

Am Donnerstag (10.9.) demonstriert die Seebrücke Dortmund. © dpa

Die Seebrücke Dortmund ruft zusammen mit anderen Organisationen zu einer spontanen Kundgebung auf. Am Donnerstag (10.9.) soll in der Dortmunder City von 18 bis 19.30 Uhr demonstriert werden. Geplant ist die Demo an der Reinoldikirche.

Damit reagiert sie auf die aktuellen Ereignisse im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Bei einem Brand wurden in der Nacht zu Mittwoch große Teile des Camps zerstört. Viele Menschen haben das Lager auf der Flucht vor dem Feuer verlassen und sind jetzt obdachlos, einige Menschen befinden sich noch im Camp.

Die Zustände in Moria und den anderen Lagern auf den griechischen Inseln seien seit Jahren katastrophal, schreibt die Seebrücke Dortmund in der Ankündigung der Demonstration.

Die Seebrücke fordert seit langem die vollständige Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland. Zusammen mit 170 anderen Städten und Kommunen hat Dortmund sich bereit erklärt, den geflüchteten Menschen einen sicheren Hafen anzubieten, heißt es in der Ankündigung.

Mindestens 300 Teilnehmer erwartet

Laut Anja Sportelli von der Seebrücke Dortmund war am Morgen allerdings noch nicht klar, ob die Kundgebung tatsächlich wie geplant vor der Reinoldikirche stattfinden kann – aus Platzmangel.

Für die Demo seien 300 Teilnehmer angemeldet worden, es sei aber möglich, dass mehr Menschen bei dem Protest dabei sein werden. Unsere Redaktion hat den voraussichtlichen Veranstaltungsort bei der Polizei angefragt.

Am Mittag gab die Polizei dann bekannt, dass die Kundgebung nach wie vor an der Reinoldikirche stattfinden soll. Allerdings auf der Seite zur Straße Friedhof, in der Nähe der U-Bahnhaltestelle und nicht, wie ursprünglich geplant am Ostenhellweg. Die Polizei rechnet weiterhin mit 300 Teilnehmern.

Lesen Sie jetzt