Brackeler Musiker bringen ihr erstes Studioalbum heraus

dzPosaunenchor Brackel

Bald kann man den Posaunenchor Brackel nicht mehr nur live hören, sondern auch auf der heimischen Musik-Anlage: Die Gruppe nimmt jetzt ihr erstes Album auf. Ihre erste CD ist es aber nicht.

von Tobias Weskamp

Brackel

, 27.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem bunten Potpourri will der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Brackel auf seinem Studioalbum einen Querschnitt durch sein Repertoire bieten. Neben Kirchenmusik wird es auch Gospel und Pop mit Blechblasinstrumenten geben, neben Posaune von Tuba bis Trompete.

Geplant sind bis zu zehn Nummern auf dem Album. Dabei sein werden Chorale wie „Lobet den Herrn“, Spirituals wie „Just a closer Walk with Thee“ und ein Medley aus „König der Löwen“. Chorleiter Carsten Schlagowski, der in diesem Jahr Jubiläum feiern kann, (er ist eit 25 Jahren Chorleier) hat die Ideen für die CD gesammelt. Etwa ein halbes Dutzend der 25 Chormitglieder hat sich in einem Ausschuss besonders engagiert. Aufgenommen wird die CD im Mai im Gemeindehaus in Brackel. „Ein Tontechniker wird den ganzen Tag da sein“, erklärt Vorstandsmitglied Torben Bergmann. Wenn notwendig, kommt ein zweiter Tag hinzu.

Chormitglieder proben immer freitags mindestens zwei Stunden

Der Chor trifft sich immer freitags zu den Proben. Eigentlich sind diese von 20 bis 22 Uhr. „Wir kommen aber oft schon eher zusammen, um noch mehr machen zu können“, verrät Bergmann. Das kam dem Chor auch bei den Vorbereitungen zum Album zugute.

Das Album wird aber nicht die erste CD des Chores sein. „Bereits zu Weihnachten haben wir eine CD mit Live-Ausschnitten aus Weihnachtskonzerten herausgebracht“, erinnert sich Bergmann. Jedes Jahr gibt der Chor zwei Weihnachtskonzerte an einem Tag.

Aufnehmen wird der Chor die Lieder in einer Gesamtaufnahme. Das bedeutet, dass alle Musiker gemeinsam spielen und nicht, wie bei Albumaufnahmen heute oft üblich, jedes Instrument einzeln aufgenommen wird. „Wie bei einer Probe, nur mit Mikrofon“, sagt Bergmann scherzend.

Posaunenchor besteht bald 100 Jahre

Seit 1921 gibt es den Brackeler Posaunenchor. Die Heimatgemeinde stellt den Mitgliedern im Arent-Rupe-Haus Probenräume zur Verfügung. „Aktuell sind wir 25 Mitglieder“, beschreibt Bergmann. Aktiv ist der Chor in seiner Gemeinde unter anderem bei Konfirmationen, der Fronleichnamsprozession der katholischen Gemeinde und traditionell beim Gottesdienst am ersten Sonntag in den Sommerferien als Halbjahresabschluss.

Seit kurzem hat der Posaunenchor einen neuen Vorstand. Nachdem Philipp Kruse, seit Januar 2010 Vorsitzender, nicht mehr kandidierte, ist die „Last“ jetzt auf zwei Schultern verteilt: Katrin Schwilski und Torben Bergmann teilen sich die Position des ersten Vorsitzenden. Um den Altersschnitt braucht sich der Chor keine Sorge zu machen: „Die Jüngsten sind um die 15 Jahre alt, die Ältesten um die 70 Jahre“, erklärt Bergmann.

Normalerweise bietet der Posaunenchor seine Lieder instrumental dar. „Aber bei den Weihnachtskonzerten schließen wir uns schon mal mit einem Sopran oder einem Vokalchor zusammen“, erklärt Bergmann. Und als der Chor Clamott‘ eine Revue aufführte, kam der Posaunenchor Brackel als musikalische Verstärkung mit auf die Bühne der Rohrmeisterei Schwerte.

Der Chor will ein schönes Booklet entwerfen

Ein Booklet ist für das Album auch fest geplant. Ein besonderes Cover wird dafür auch entworfen. „Wir haben einige in unseren Reihen, die sich damit beschäftigen“, erklärt Bergmann. Fotos von der Session sollen auch zu sehen sein. „Wir haben schon viel Ideen gesammelt. Es wird auf jeden Fall ansprechend werden.“

Brackeler Musiker bringen ihr erstes Studioalbum heraus

Musizieren können und mögen die Mitglieder des Brackeler Posaunenchors bei fast jeder Gelegenheit. Sie sind schon viel herum gekommen und packen auf Reisen auch gern ihre Instrumente aus. © Posaunenchor

Die CD wird es auf jeden Fall auf der Homepage des Chores www.posaunenchor-brackel.de geben. Aber auch bei Konzerten und Auftritten des Posaunenchores wird dieser die CDs im Gepäck haben. „Wir haben beispielsweise schon im Hamburger Michel, im Berliner Dom oder in Dresden Auftritte gehabt“, erinnert sich Bergmann. Dann hilft die CD, den Chor vorzustellen.

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