Brackeler Hallenbad bleibt bis nach den Sommerferien geschlossen

dzSchwimmen in Dortmund

Viele Brackeler Schwimmer hatten auf eine baldige Öffnung des Hallenbads gehofft. Daraus wird nun nichts. Dennoch ist dies zugleich eine gute Nachricht.

Brackel

, 22.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Hallenbad Brackel an der Oesterstraße bleibt bis nach den Sommerferien geschlossen. Das teilte Michael Dominik, Prokurist bei der Sportwelt gGmbH, die das Bad betreibt, auf Anfrage mit.

Noch vor wenigen Wochen hatte Sportwelt-Geschäftsführer Jörg Husemann erklärt, die Renovierungsarbeiten, die während des Corona-Lockdowns erfolgt seien, hätten den Vorteil, dass das Bad zum Ausgleich nun in den Sommerferien geöffnet bleiben könne – also in der Zeit, in der traditionsgemäß in anderen Jahren solche Arbeiten erfolgen.

So marode sah es in den Umkleidekabinen des Brackeler Hallenbades noch vor wenigen Wochen aus

So marode sah es in den Umkleidekabinen des Brackeler Hallenbades noch vor wenigen Wochen aus. © Andreas Schröter

Daraus wird nun nichts. „Ja, wir haben uns nun doch entschieden, den 52 Jahre alten Umkleidetrakt schon jetzt komplett zu sanieren“, sagt Michael Dominik. Kostenpunkt: 200.000 Euro.

Er sagt: „Wegen der Corona-Hygieneregeln können derzeit ohnehin nur maximal 16 Personen gleichzeitig ins Bad, da halten wir es für besser, nach den Ferien, wenn es vermutlich auch mit dem Schwimmunterricht an den Schulen wieder losgehen soll, mit einem komplett renovierten Bad startklar zu sein.“

Schon jetzt seien die alten Umkleidekabinen und auch die alten Fliesen entfernt worden.

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Wie berichtet hatte sich Jörg Husemann sehr kritisch zu den Öffnungsplänen der Landesregierung für die Frei- und Hallenbäder geäußert: „Wie soll das funktionieren“, hatte er in Bezug auf die einzuhaltenden Sicherheits- und Abstands-Regeln gefragt.

Der Personal-Aufwand bleibe gleich hoch, egal ob viele oder wenige Besucher im Bad seien. Im Gegenteil: Er müsse zusätzlich jemanden für die Eingangskontrolle abstellen. Auch hatten die Verantwortlichen – im Gegensatz zu anderen Bädern wie etwa in Eving – das Wasser komplett aus dem Bad gelassen.

TuS Brackel ist traurig und erfreut zugleich

Der TuS Brackel, dessen Schwimmabteilung das Hallenbad intensiv nutzt, sieht diese Nachricht als traurig und freudig zugleich an. In einer Mitteilung des Vereins an seine Mitglieder und Kursteilnehmer heißt es: „Uns wurde hier kein Flickwerk, sondern eine komplette Neugestaltung angekündigt.“ Und weiter: „Die Riegenführer, die Trainer und der Vorstand brennen darauf, diesen neuen Bereich mit Euch zu begehen.“

Die Sportwelt gGmbH hat damit begonnen, Supercharge-Ladesäulen für E-Autos vor ihren Bädern zu inastallieren. Sie speisen sich aus Strom, der mittels Solar-Panels auf dem Dach der Bäder erzeugt wird

Die Sportwelt gGmbH hat damit begonnen, Supercharge-Ladesäulen für E-Autos vor ihren Bädern zu inastallieren. Sie speisen sich aus Strom, der mittels Solar-Panels auf dem Dach der Bäder erzeugt wird. © Andreas Schröter

Derweil hat die Sportwelt Dortmund damit begonnen, an ihren Hallenbädern je zwei Supercharge-Ladestationen für E-Autos – die ersten dieser Art in Dortmund – aufzustellen. So auch in Brackel. Damit soll eine Autobatterie innerhalb von einer halben Stunde geladen sein. Der Strom kommt von der eigenen Solaranlage auf dem Dach und wird für den Badbetrieb nicht komplett gebraucht.

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