Bombe in Dortmund entschärft - Evakuierung fiel größer aus

Kurioser Fehler

Vor der Entschärfung einer Bombe in Dortmund ist es zu einem kuriosen Fehler gekommen. Viel mehr Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, als zuerst geplant war.

Scharnhorst

, 18.03.2021, 12:55 Uhr / Lesedauer: 3 min
In Scharnhorst wurde ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Dafür wurden auch Straßen gesperrt.

In Scharnhorst wurde ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Dafür wurden auch Straßen gesperrt. © Uwe Brodersen

22.05 Uhr: Das Wichtigste in Kürze

Hier haben wir die Ereignisse rund um die Entschärfung zusammengefasst. Damit beenden wir die Live-Berichterstattung.

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21.42 Uhr: Entschärfung erfolgreich

Die Stadtverwaltung meldet, dass der 500-Kilogramm-Blindgänger erfolgreich von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärft worden sei. Die Sperrungen werden nun aufgehoben und Anwohner können in ihre Wohnungen zurück.

21.10 Uhr: Zahlen zum Einsatz

Nachdem das Evakuierungsgebiet geräumt ist und die Entschärfung des Blindgängers begonnen hat, nennt die Stadtverwaltung erste Zahlen zum Einsatz. So seien 114 Personen von Ordnungs- und Tiefbauamt im Einsatz. Die Feuerwehr sei mit 11, die Johanniter seien mit 14 und die Polizei sei mit 10 Personen vor Ort. Insgesamt haben 119 Menschen die Evakuierungsstelle aufgesucht und es habe 23 Krankentransporte gegeben.

21 Uhr: Die Entschärfung beginnt

Die Stadt teilt mit, dass die Entschärfung begonnen hat.

20.30 Uhr: Das Evakuierungsgebiet ist geräumt

Die Stadt teilt mit, dass das Evakuierungsgebiet weitestgehend geräumt ist. Sobald die Nachkontrollen abgeschlossen seien, beginne die Entschärfung des Blindgängers.

19.50 Uhr: 88 Menschen in der Evakuierungsstelle

Die Stadt meldet weiter keine Zwischenfälle bei der Evakuierung. Bisher seien 88 Menschen in der Evakuierungsstelle eingetroffen. Es seien 17 Krankentransporte notwendig geworden.

18.45 Uhr: Evakuierung läuft bislang problemlos

Bisher gibt es 11 Krankentransporte, das twittert die Stadt. Wenn die Evakuierung abgeschlossen ist, dauert eine Entschärfung im Schnitt 45 Minuten. Dann können die Anwohner zurückkehren.

18.35 Uhr: Der Verkehr fließt wieder

Laut Verkehr-NRW stockt der Verkehr an der Gleiwitzstraße zwischen Buschei und Flughafenstraße nicht mehr. Ab Höhe Rewe-Markt ist die Gleiwitzstraße in Richtung Norden gesperrt.

17.57 Uhr: Der Verkehr stockt

Laut Verkehr.NRW färbt sich der Abschnitt der Gleiwitzstraße von Osten aus kommend in Richtung des Evakuierungsbereichs orange; der Verkehr stockt zwischen Buschei und Flughafenstraße. Ein Teil der Gleiwitzstraße liegt im Radius, der nun gesperrt ist.

17.40 Uhr: Evakuierung beginnt

Die Stadt meldet auf Twitter, dass die Straßen im Evakuierungsbereich um den Bombenfundort an der Müchelnstraße gesperrt sind. Autos können aus dem 500-Meter-Radius rausfahren, reinfahren kann ab jetzt aber vorerst kein Auto mehr.

Wie lange es dauern wird bis alle Anwohner ihre Wohnungen verlassen haben, hängt von der Kooperationsbereitschaft und der Menge der benötigten Krankentransporte ab.

Der korrigierte Entschärfungsradius.

Der korrigierte Entschärfungsradius. © Stadt Dortmund


16.15 Uhr: ÖPNV ist nun doch betroffen

Der neue Evakuierungsradius hat Auswirkungen auf Bus und Bahn. Auf folgende Einschränkungen müssen sich Fahrgäste einstellen:

  • Ab circa 17. 30 Uhr:
  • Ab circa 17.30 Uhr fährt die Buslinie 427 eine weiträumige Umleitung. Die fünf Haltestellen „Siegfried-Drupp-Straße“, „Labandstraße“, „Gleiwitzstraße“, „Mansfeldstraße“ und „Lautastraße“ entfallen ersatzlos.
  • Die Stadtbahnlinie U42 kann zunächst weiterhin ihren regulären Linienweg fahren. Allerdings ist an der Haltestelle „Gleiwitzstraße“ kein Ein- oder Ausstieg mehr möglich.
  • Ab circa 20.30 Uhr:
  • Die Stadtbahnlinie U42 wird nur noch bis zur Haltestelle „Kirchderne“ fahren. Im Strecken-Abschnitt zwischen „Kirchderne“ und „Grevel“ werden Busse als Schienenersatzverkehr eingesetzt.
  • Die Haltestelle „Gleiwitzstraße“ können sie jedoch nicht anfahren.

15.58 Uhr: Deshalb wurde die Bombe zu klein eingeschätzt

Die Stadt twitterte, dass aufgrund „widriger Witterungsverhältnisse“ die Bombe neu vermessen werden musste. Unsere Redaktion hat bei der Stadt nachgefragt, was das bedeutet.

Stadtsprecher Maximilian Löchter sagt: „In Teilen war die Bombe von Schlamm und Wasser umgeben. Die erste Annahme des Kampfmittelräumdienstes war, dass es sich um einen 250-Kilo-Blindgänger handeln muss.“ Unter anderem hätten sie wegen des Zünders darauf geschlossen.

Beim erneuten Nachmessen mussten sich die Fachleute aber korrigieren. Die Bombe hat die doppelte Sprengkraft.

15.39 Uhr: Neuer Zeitpunkt der Evakuierung steht fest

Die Evakuierung beginnt um 17.30 Uhr, statt wie am anfangs geplant um 13.45 Uhr. Die Evakuierungsstelle im Gebäude der Gesamtschule Scharnhorst bleibt bestehen.

15.11 Uhr: 1500 statt 500 Anwohner betroffen

Nach ersten Erkenntnissen ist es bei den Vorbereitungen für die Entschärfung zu einem kuriosen Vorfall gekommen. Anfang dachten die Kampfmittelräumer, dass die Bombe eine Sprengkraft von 250 Kilo habe. Doch bei der erneuten Vermessung kam heraus, dass es in Wirklichkeit eine 500-Kilo-Bombe ist.

Das hat unmittelbare Auswirkungen auf den Evakuierungsradius: Der verdoppelt sich damit von 250 auf 500 Meter. Nach Angaben der Stadt müssen nun 1500 statt der anfangs gemeldeten 500 Anwohner ihre Wohnungen verlassen.

Der korrigierte Entschärfungsradius.

Der korrigierte Entschärfungsradius. © Stadt Dortmund

Update 14.35 Uhr: Die Evakuierungsmaßnahmen verzögern sich

Die Stadt twittert, dass sich die Evakuierungsmaßnahmen verzögern. Der Blindgänger müsse aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse neu vermessen werden. Der Evakuierungsradius wird sich dadurch verändern.



Update 14.10 Uhr: ÖPNV ist nicht betroffen

Die DSW 21 twittert, dass Busse und Bahnen dieses Mal nicht von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen sind.

Ursprungsmeldung:

Im Rahmen von Bauarbeiten wurde am Donnerstag (18.3.) an der Müchelnstraße in Dortmund-Scharnhorst ein 250-Kilogramm-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Dieser soll noch am gleichen Tag durch den Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg entschärft werden, das meldet die Stadt Dortmund.

In einem Radius von 250 Metern um den Fundort müssen etwa 500 Anwohner und Anwohnerinnen ihre Wohnungen verlassen sowie das Schulzentrum an der Gleiwitzstraße und das durch die Diakonie betreute Wohnen an der Meuselwitzstraße evakuiert werden.

Eine Evakuierungsstelle wird in der Gesamtschule Scharnhorst, Mackenrothweg 15, eingerichtet. Die Evakuierung wird um 13.45 Uhr beginnen. Ein Evakuierungsbus wird durch die Feuerwehr bereitgestellt. Dieser steht ab 13.30 Uhr an der Ecke Mansfeldstraße / Gleiwitzstraße.

Der öffentliche Personennahverkehr wird durch die Entschärfung nicht beeinträchtigt.

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