Blindgänger

Bomben-Entschärfung: 1000 Dortmunder werden evakuiert

Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist in der Nähe der B1 in Dortmund gefunden worden. Am Dienstag wird er entschärft - viele Anwohner müssen dafür ihre Häuser verlassen.
Ein Entschärfer hält den Zünder eines 250-Kilo-Blindgängers in der Hand. © dpa

Im Rahmen von Bauarbeiten ist am Montag (15.2.) im Bereich Semerteichstraße / Verlorenes Holz ein 250-Kilogramm-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden. Das Kampfmittel muss am Dienstag (16.2.) durch einen Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg entschärft werden.

Aus Sicherheitsgründen muss deshalb das umliegende Gebiet in einem Radius von 250 Metern evakuiert und ab 12 Uhr gesperrt werden, sodass keine Einfahrt mehr möglich ist. Von der Evakuierung sind unter anderem etwa 1000 Anwohner und die Kleingartenanlage „Flora“ betroffen. Die B1 liegt aber relativ knapp außerhalb des betroffenen Gebiets.

Evakuierungsstelle in der Gesamtschule Gartenstadt

Eine Evakuierungsstelle wird in der Gesamtschule Gartenstadt, Hueckstraße 25/26 (Achtung: Zugang/Zufahrt nur über die Joseph-Cremer-Straße), eingerichtet. Zum Transport der zu evakuierenden Personen zu der Betreuungsstelle wird zeitgleich ein Bus an folgender Örtlichkeit bereitstehen: Semerteichstraße / Ecke Lange Hecke (U-Bahn-Station).

Alle Personen müssen den blau markierten Kreis am Dienstag verlassen.
Alle Personen müssen den blau markierten Kreis am Dienstag verlassen. © Stadt Dortmund © Stadt Dortmund

Sollten Bürger unter Corona-Quarantäne stehen, gehbehindert oder bettlägerig sein sowie spezielle Versorgung benötigen, wie etwa Sauerstoff, teilen sie dies bitte möglichst noch am Montag bis 20.30 Uhr oder am Dienstag ab 7.30 Uhr bis spätestens 11 Uhr dem Bürgertelefon des Ordnungsamtes unter Tel. (0231) 50 2 88 88 mit.

Sollten Sie für die Zeit der Evakuierung dringend auf Medikamente angewiesen sein, werden Sie gebeten, diese eigenständig mitzuführen. Sollten weitere Fragen bestehen, geben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes unter der oben angegebenen Rufnummer des Bürgertelefons Auskunft. Die Stadt Dortmund bedankt sich für das Verständnis und die Kooperation der Betroffenen.

Die Entschärfung führt auch ab etwa 12 Uhr zu Beeinträchtigungen auf der Stadtbahnlinie U41 sowie den Buslinien 427, 436, 453 und 456.

So sind Bus und Bahn betroffen

Nach Beginn der Evakuierung ist an der Stadtbahn-Haltestelle „Willem-van-Vloten-Straße“ weder Ein- noch Ausstieg möglich. Sobald dann die eigentliche Entschärfung startet, wird die U41 an dieser Stelle unterbrochen und endet aus der Innenstadt kommend an der Haltestelle „Karl-Liebknecht-Straße“.

Ein Fahrzeug pendelt zugleich im Streckenabschnitt zwischen der Endstelle „Clarenberg“ und „Hörde Bahnhof“. Von dort ist über die Buslinie 440 (Umstieg „Rombergpark“) und die Stadtbahnlinie U49 weiterhin eine Anbindung an die Innenstadt garantiert.

Die Linien 427, 436 und 453 werden weiträumig umgeleitet, so dass die Haltestellen „Am Remberg“, „Kattowitzstraße“, „Kurze Hecke“, „Kipsburg“, „Rathenaustraße“ und „Willem-van-Vloten-Straße“ entfallen. DSW21 fährt alternativ die Haltestellen „Seehöhe“, „Hinterer Remberg“ und „Winzer Weg“ der Linie 456 an.

Die Linie 456 selbst muss die Haltestellen „Voßkuhle“, „Rathenaustraße“ und „Willem-van-Vloten-Straße“ aussparen. Sie weicht auf die Märkische Straße aus und hält dort an den Haltestellen der Linie 453: „Klever Straße“, „Salzwedeler Straße“ und „Dessauer Straße“.

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.